Wissen aus unendlichen Weiten - Astronaut Thomas Reiter begeistert beim zweiten Junior Science Café

Prominenter Besuch beim ersten Junior Science Café des neuen Schuljahres im Gymnasium Berchtesgaden. Der Astronaut Thomas Reiter war insgesamt 350 Tage im Weltall und stand dabei im Dienst der Forschung. Er ist somit der erfahrenste Raumfahrer Europas. In seinem einstündigen Vortrag mit vielen Informationen und eindrucksvollen Fotos vermittelte Reiter Wissenswertes aus dem Spektrum der Raumfahrttechnik. Die Organisation des Vortrags oblag dem Team vom „Junior Science Café“ unter der Leitung von Bernd Clausonet und Wolfgang Ostertag sowie Herrn Martin Hofreiter. Passender Weise fand der Vortrag während der Woche der MINT-Ausstellung statt. Zum Veranstaltungsende wurden allen Schülern, die sich bei der Organisation, Umsetzung und Dokumentation eingebracht hatten ihre Zertifikate überreicht.

Ein Blick auf die Erde muss atemberaubend sein. An einem Tag im All erlebte Reiter 19 Sonnenaufgänge. Hightech und multiple Risiken, wie komplizierte Andockmanöver waren in 400 Kilometer Höhe dabei seine Dauerbegleiter. „Die internationale Raumstation ISS kreist innerhalb von nur 92 Minuten einmal um die Erde. Dabei kommt die 100 Meter lange Raumstation auf 28000 km/h. Die Alltemperaturen im Schatten betragen bis zu Minus 100 Grad“, erklärte Reiter sachlich und überhaupt nicht „abgehoben“. Fast 500 interressierte Zuhörer füllten die Aula des Gymnasiums bis zum Rand ihrer Kapazitäten. In seinem einstündigen Vortrag berichtete Reiter neben persönlicher Erlebnisse im All die komplexen Aufgaben der Raumfahrt. Der ehemalige Astronaut und jetzige ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Robotische Forschung am Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum hat als erster Deutscher einen Weltraumausstieg unternommen. Außerdem absolvierte er den ersten Langzeitflug mit der ESA überhaupt und war 179 Tage an Bord der russischen MIR gewesen.

Um als Astronaut überhaupt im Dienst der Wissenschaft fungieren zu können, bedarf es einer sehr langen und aufwendigen Test- und Bildungsprozedur. Reiter musste sich gegen 22000 Kandidaten durchsetzen; die Vorbereitungen dauerte über sechs Jahre. „Forscher aus 100 Ländern beteiligen sich aktuell an der Raumfahrt. Die Völkerverständigung hat sich zu einem der wichtigsten Faktoren entwickelt“, erklärte Reiter und wies auf die immer größer werdende Bedeutung der internationalen Kommunikation hin. „Die Forschungsdisziplinen auf einer Raumstation sind unter anderem Beobachtungen der Schwerelosigkeit, Technologieentwicklung, Erdbeobachtung, Klimaveränderung, Materialwissenschaft, Molekularbiologie und natürlich die Telekommunikation“, so Reiter, der anschließend einen Einblick in das Leben innerhalb des Raumschiffs gewährte. Eng ist es dort und ziemlich unaufgeräumt schaut es aus. Im Lauf der Jahrzehnte sind Raumstationen wie die ISS allerdings geräumiger geworden. Die Raumfahrt kostet viel Geld. Deutschland investiert pro Jahr 1 Milliarde Euro in diesen Wissenschaftssektor. Auf über mehrere Millionen Euro belaufen sich allein die Kosten pro Astronautenanzug mit Außenborder. Der „Overall“ besteht aus 17 Schichten modernster Materialien wie Kevlar- und Karbonfasern, um Stabilität und Gewichtsreduzierung zu gewährleisten. Auch beinhaltet der Anzug eine eigene Klimaanlage. Nur durch ein 90 Meter langes integriertes Kabelsystem können Temperaturschwankungen bis 200 Grad Celsius ausgeglichen werden.

Die größte Gefahr eines Astronauten ist jedoch das Davonschweben hinaus ins All. Eine Rettungskapsel befindet sich daher mit im „Rucksack“ des Astronautenanzugs. Auch heißt es, Vertrauen in die reißfeste Sicherheitsleine zu haben. Meteoriten sind eine chronische Gefahr. 20 Mal schneller als eine Pistolenkugel können sie sein. Ebenfalls kann herumfliegender Weltraumschrott, zum Beispiel unzählige Satellitenteile, im Orbit bedrohlich werden. Bevor Reiter Astonaut wurde, studierte er Luft- und Raumfahrttechnik. Sein Sprungbrett war die Tätigkeit als Jetpilot bei der Bundeswehr. 1992 gelang Reiter die Aufnahme in das ESA-Astronautenkorps, 2006 war er an Bord der US Raumfähre „Discovery“ auf dem Weg zur ISS und blieb dort fünf Monate.
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10 Jahre Wissenschaftsherbst, 500 Jahre Salzbergwerk, 200 Exponate MINTbegeistert!

MINT-EC Zertifikatsverleihung

Im Rahmen der Abiturzeugnisverleihung wurde Lena Mader (im Bild rechts vorne) und Kaya Beneke (links vorne) eine besondere Ehre zu Teil. Sie erhielten das MINT-EC-Zertifikat mit "Auszeichnung" aus den Händen von Oberstufenbetreuer Gerd Schiener und Schulleiter Andreas Schöberl (rechts hinten). Zusätzlich zu sehr guten Schulleistungen engagierten sich die beiden "Jugend forscht"- und "Lions-Club"-Preisträgerinnen auf der Bildungsmesse Forscha als Ausstellerinnen, repräsentierten das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land in einer Live-Sendung des Bayerieschen Rundfunks, hielten eine Präsentation im Bayerischen Kultusministerium zur Auftaktveranstaltung der MINT-Regionen Bayerns und verwirklichten Eigenbau-Exponate für die überregional bekannte "MINTbegeistert!"-Mitmachausstellung.
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Experimente antworten

Die Schüler Manuel Ponn, Christian Springl, Lukas Rasp, Idris Pilipczuk, Franz Hochreiter und Johannes Knauth haben an der ersten Aufgabe des Wettbewerbs „Experimente antworten“ teilgenommen. Im weiteren Verlauf nahmen Idris Pilipczuk, Johannes Knauth, Fabian Bormann, Maximilian Nusser, German Stelmakh und Lukas Rasp auch an der zweiten Aufgabe des Wettbewerbs „Experimente antworten" mit Erfolg teil. Ihnen wurde eine Urkunde überreicht.

Wer auch Lust an diesem interessanten Wettbewerb teilzunehmen kann sich jederzeit gerne der Gruppe anschließen und sich bei Herrn Ostertag melden.

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Akustik und MINTbegeistert! im Landtag

Michaela Kaniber, Landtagsabgeordnete des Stimmkreises Berchtesgadener Land hat die Seminare Akustik und MINTbegeistert! des Gymnasiums Berchtesgaden mit OStR Markus Hanke und OStR Martin Hofreiter in den Bayerischen Landtag nach München eingeladen. Themen bei der Diskussion der Berchtesgadener Gymnasiasten mit der Abgeordneten im Plenarsaal waren die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium G9, der Ersatzbau der Jennerbahn und die Erlangung von staatlichen Fördermitteln hierfür, die Problematik des bayerischen Ladenschlussgesetzes für Tourismusorte wie den Königssee, der Breitbandausbau für "schnelles Internet" sowie hochqualifizierte Arbeitsmöglichkeiten in der Heimat nach erfolgraich abgeschlossenem Studium.
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Lord of the MINT - Die ersten Battles

Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Projekts fanden die ersten Battles zum Lord of the MINT statt. Viele spannende und interessante aber auch auch sehr lustige Projekte wurden präsentiert. Der selbstschaukelnde Kinderwagen, der elektrische Motorschlitten oder ein Kugelxylophon. Die Brandbreite reichte von Rechercheprojekten bis hin zu sehr komplexen Fragestellungen wie der Möglichkeit Energie beim Gehen mit dem Schuh zu produzieren. Nach dieser ersten Runde erhielten die Teilnehmer Punkte von einer Fachjury. Die zweite Runde bewerete dann den Projektfortschritt. Zum Abschluss wird die Jury einen Lord of the MINT küren, dem dann auch ein attraktiver Sachpreis winkt. Das Projekt zeigt, welch kreatives Potential in den Schülerinnen und Schülern steckt, wenn sie sich für ein selbstgewähltes Thema engagieren dürfen.
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Erfolge beim Regionalwettbewerb Jugend forscht

Von Mittwoch bis Donnerstag richtete der Kommunikationstechnik- Spezialist Kathrein an der Hochschule Rosenheim den ersten Regionalwettberwerb "Jugend forscht" im Großraum Rosenheim aus. In Anwesenheit von zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Bildung und Wirtschaft wurden die innovativsten und neuwertigsten Erfindungen der jungen Forscher geehrt. Das Anfangswort übernahm Kathrein Geschäftsführer Anton Kathrein höchstpersönlich. Ziel sei es, die Jugend für Technik und Forschung zu animieren und zu motivieren. Er sehe in der Zusammenarbeit mit dem Jugend forscht e.V. perfekte Voraussetzungen. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Hochschulpräsident Heinrich Köster schlossen sich den Worten von Kathrein an. Frau Bauer unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung mit den Worten: "Ich bin stolz, dass der Regionalwettbewerb im Großraum Rosenheim durchgeführt werden konnte. Wir brauchen junge Forscher die unsere Zukunft bedeutend mitgestalten können." In den Kategorie Biologie, Chemie, Physik, Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik, Technik und Arbeitswelt setzten sich hunderte Kinder, mit einer kritischen Frage, über mehrere Wochen und Monate hinweg auseinander.

Drei Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden stellten sich an den zwei Tagen den Fragen der Jury. Kaya Beneke und Lena Maler konnten mit ihren Forschungsprojekten die Jury überzeugen und sicherten sich jeweils einen dritten Platz im Fachgebiet Biologie. Kaya Beneke stellte sich die Frage: "Gibt es den Neophyt Ambrosia bereits in Berchtesgaden?" und konnte diese Frage durch eine molekularbiologische Analyse von Honig beantworten. Lena Mader untersuchte in ihrer Arbeit Zecken auf den Erreger der Borreliose und nutze ebenfalls molekularbiologische Verfahren, die am Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land durchgeführt wurden. Dass Forschung keine Grenzen kennt zeigte Maximilian Koch mit seinem Projekt: Hefe im Bier - bis dass der Braumeister sie scheidet. Die beiden betreuenden Lehrkräfte Dr. Gert Helms und Andreas Rußwurm unterstützen die Jungforscher tatkräftig bei ihrer Arbeit.

Alle jungen Forscher erhielten für ihr Engagement eine Urkunde und die Platzierungen wurden mit tollen Sach- und Geldpreisen belohnt.

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