420 Berchtesgadener Schülerinnen und Schüler erkundeten den Nationalpark

Die Themen waren vielfältig: Rückkehr der großen Beutegreifer, Nutzungskonflikte im Nationalpark, Zeitreise im Wimbachtal, ein Besuch beim „König der Lüfte“ im Klausbachtal und viele weitere Exkursionen: 420 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden besuchten kürzlich beim zweiten „Nationalpark-Projekttag“ den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. In 17 verschiedenen Programmen für die Unter-, Mittel- und Oberstufe stellten Nationalpark-Mitarbeiter den Nationalpark mit seinen vielseitigen Aufgaben sowie seiner Tier- und Pflanzenwelt vor.

„Das große Interesse und die fleißige Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler haben mich wirklich überrascht“, freut sich Nationalpark-Ranger Dominik Joosten, der im Bildungszentrum „Haus der Berge“ über die Rückkehr von Bär, Wolf und Luchs informierte. Auch die Mittelstufe war bei Exkursionen im Klausbachtal, Wimbachtal und auf der Königsbachalm begeistert bei der Sache und beteiligte sich aktiv an den angebotenen Programmen. Einige Teilnehmer der Unterstufe besuchten den Lahnerkaser am Haus der Berge und lernten das typische Almleben kennen. Im Bildungszentrum stellten sie sogar ihren eigenen Käse her. Andere begaben sich trotz der Kälte auf die Suche nach Wassertierchen im Wimbach und lernten so Rückschlüsse auf die Wasserqualität des Bachs zu ziehen. Alle Schüler durften individuell auswählen, an welchem Programm ihrer Jahrgangsstufe sie teilnehmen wollten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir bereits zum zweiten Mal die Gelegenheit hatten, mit der gesamten Schule den Nationalpark zu besuchen. Schließlich ist das Schutzgebiet ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Heimat“, unterstreicht Schuldirektor Andreas Schöberl die Bedeutung des Projekttages für die Kinder und Jugendlichen aus Berchtesgaden und Umgebung. „Unserem gesamten Kollegium ist es sehr wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler die komplexen ökologischen und kulturellen Zusammenhänge kennenlernen“. Experten aus allen Sachgebieten der Nationalparkverwaltung beteiligten sich an der Umsetzung. Andrea Heiß, Leiterin des Sachgebiets Umweltbildung, freut sich über eine rundum gelungene Veranstaltung: „Rund ein Drittel aller Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung waren in die Organisation und Durchführung des Projekttages eingebunden. Das unterstreicht die große Bedeutung, die auch wir als Nationalparkverwaltung einer intensiven Zusammenarbeit mit den Schulen aus der Umgebung beimessen“.
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