Fahrten

Bretagne meets Bayern - Die französische Partnerschule zu Besuch in Berchtesgaden

Am Abend des 18. Januar war es soweit. Gespannt und aufgeregt erwarteten 19 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Gymnasium Berchtesgaden den Bus mit den „corres“, ihren französischen Austauschpartnern des „lycée St-Martin“, der französischen Partnerschule des Gymnasium Berchtesgaden in Rennes/Bretagne. Händeschütteln? Oder doch ein Wangenkuss? Französisch? Deutsch? – Flugs hatten sich spätestens nach dem Bowling im Pub „Watz“ eingeschworene internationale Teams gebildet, und eine neue, gesellige Betriebsamkeit verhieß den bestmöglichen Auftakt für eine Woche des Sammelns sprachlicher und kultureller Erfahrungen. In diesem Sinne hatte sich auch unser Berchtesgaden pünktlich zur Ankunft der Schülergruppe ein doch recht ansehnliches Winterkleid übergestreift.

So waren Schneeballschlachten stets angesagt, und der Ausflug auf den verschneiten Untersberg – für viele unserer Besucher die erste Bergerfahrung überhaupt - geriet zu einem echten Highlight der Reise. Bergtypisches gab es auch im Haus der Berge zu entdecken. Im Königlichen Schloss erfuhren wir auf anschauliche Weise ein Stück bayerische Geschichte. Über bayerische Tänze, Schuhplattln, einen Besuch beim Lederhosenmacher Aigner und das Anmalen einer kleinen Spanschachtel spürten wir den Berchtesgadener Traditionen nach. Weltberühmte Kunst aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts wartete auf uns in der Ausstellung „Der blaue Reiter“ im Lenbachhaus in München. Nicht zuletzt erhielt der dunkle Teil der deutschen Geschichte Raum. In der Dokumentation Obersalzberg wurden die sensiblen Inhalte professionell vermittelt. Ob beim Schnuppern von Weltcupatmosphäre am Königssee, beim Mittagessen in der Mensa des Gymnasium, beim Kaffeetrinken im Café Forstner oder bei einer zünftigen Brotzeit im Bräustüberl – der Austausch zwischen den französischen und deutschen Austauschpartnern war stets im Zentrum. Denn darum ging es ja: über den Kontakt mit dem Austauschpartner eigene Werte und Anschauungen zu relativieren und mit möglichst viel Achtung für die eigene Lebensart und die des anderen im Gepäck die Heimreise anzutreten.

Unsere Schülerinnen und Schüler zählen schon die Tage bis zum Gegenbesuch im März!

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