Fahrten

Mittenwald – mittendrin in Sport, Spaß und Spiel Fahrt der fünften Klassen ins Schullandheim

Wenn man glaubt, sich schon ein halbes Schuljahr lang zu kennen, ist es am interessantesten, dieser Annahme auf den Grund zu gehen. Was eignet sich da besser, als fünf Tage in einer Jugendherberge inmitten von Buckelwiesen - nahe Mittenwald – zu verbringen? Herausforderung Nummer eins: Ich teile mein Zimmer mit anderen.
Mir haben die Nächte gut gefallen, da wir uns abends viel anvertraut haben und auf dem Zimmer viel Spaß hatten.
Einander besser kennenlernen konnte man sich also täglich auf engstem Raum, aber auch in höchsten Höhen. Im Hochseilgarten. Herausforderung Nummer zwei:
Da habe ich Mut gebraucht, um Grenzen zu überwinden. Dabei haben mir andere geholfen, die mich immer wieder zum Weitermachen motiviert haben.
Und genau darum geht es: sich ausprobieren. – Das Resultat ist nebensächlich. Es gibt kein Scheitern. Wer umkehrt, beweist eigene Größe
Bis zur Hälfte hat’s mir gut gefallen. Dann war es zu hoch. Ich bin zurück. Das war gar nicht schlimm, das Umkehren. Ich habe mich plötzlich frei gefühlt.
Geerdet ist Herausforderung Nummer drei, die selbstgemachte Kräuterbutter: Woher die Zutaten nehmen? Einfach von den Wiesen rund um die Jugendherberge pflücken:
Ich habe gelernt, dass Spitzwegerich nicht nur gut schmeckt, sondern bei allem Möglichen hilft: vom Mückenstich bis zur Schnittwunde. Einfach drauf damit!
… lautete das einhellige Urteil zum selbstverdienten Mittagssnack. Herausforderung vier – die Nachtwanderung:
Ich bin im Dunkeln gerne draußen.
Einmal Robin Hood sein – Bogenschießen als fünfte Herausforderung: Selbstversenkung und Zielgenauigkeit sind die gefragten Qualitäten.
Wir bekamen eine professionelle Ausrüstung und durften auf ganz unterschiedliche Ziele schießen: auf Scheiben oder auch auf Luftballons.
Sechste Herausforderung: Ei-genten im Sturzflug Wie schaffe ich es, dass ein rohes Ei einen Flug aus dem zweiten Stock überlebt? Dafür entwickelten Teams raffinierte Flugmodelle, die in Theorie und Praxis präsentiert wurden.
Dass es unser Ei-gent unversehrt gelandet ist, macht mich voll froh. Wir haben uns aber auch erst nach langen Diskussionen auf unser Flugobjekt einigen können. Das war vielleicht anstrengend.
Teamgeist spielte freilich täglich eine tragende Rolle, auch bei diversen Rallyes – doch sorgte gerade der Rückzug aufs Musizieren, Singen oder Mantras malen für einen gemütlichen Ausklang am Ende des Tages.
Mir hat es gefallen, dass wir immer selbstständiger geworden sind.
Spaß haben – das ist schön und gut. Aber Spaß haben und fair sein, ist halt noch schöner. Diesem Fazit können sich auch die Lehrer anschließen: Frau Eichinger, Herr Parma, Frau Plößl und Herr Ostertag.

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