Schuljahr 2009/2010

Consegna dei Premi Cyprea — Kunstwettbewerb im Golf von Neapel

Beim internationalen Jugendkunstwettbewerb "Cyprea 2010" bewarben sich 2080 Schülerinnen und Schüler aus aller Welt. Das Thema lautete "Das Meer, Quelle der Nahrung, der Gesundheit und des Lebens: Symbol für Opferbereitschaft, Mut und Frieden." Jedoch wurden nur rund 200 Arbeiten prämiert, und wir, Charlotte Hente und Marlena Sontheimer, gehörten zu den glücklichen Gewinnern. Im Rahmen des Kunstunterrichts hatten wir von Frau Dolansky von diesem Wettbewerb erfahren, und von ihr war auch die Anregung, plastische Arbeiten zum Thema "Messaggio in bottiglia" anzufertigen.

Um diese Idee zu verwirklichen malten wir unterschiedliche Motive, die Venus von Botticelli und Poseidon, und klebten diese auf die Rückseite einer Flasche, sodass man das Motiv von vorne durch das Glas sehen konnte. Außen verzierten wir unsere Werke plastisch, hinein füllten wir Perlen, Muscheln und ein wenig Wasser. Zum Abschluss bekam jedes Objekt noch ein Etikett mit einem Titel, um den Bezug zum Thema "Das Meer" noch einmal zu verdeutlichen.   

Schon kurz nachdem wir von unserem Gewinn erfahren hatten machten wir uns in Begleitung von Frau Dolansky auf den Weg zur Preisverleihung in den Golf von Neapel, genauer gesagt nach Meta di Sorrento in Kampanien, wo wir im beschaulichen Feriendorf "Bleu Village" spätnachts unsere Bungalows bezogen. Am nächsten Morgen erst realisierten wir, wie idyllisch dieser terrassenartig angelegte Ferienort ist. Wir lebten unter Oliven- und Orangenbäumen mit direktem Blick aufs Meer.

Nach_der_Preisverleihung Busfahrt mit Gruppen aus Ghana und von den Philippinen

Doch uns blieb nicht viel Zeit, die Aussicht zu genießen, denn an unserem ersten Tag stand die Vorstellung der unterschiedlichen Gruppen, und die Preisverleihung auf dem Plan. Neben einigen Schulklassen aus der Umgebung von Meta di Sorrento waren noch Schüler aus Russland, Norwegen, Palästina, den Philippinen, Ghana, Serbien und viele mehr in ihrer traditionellen Kleidung am Programm beteilig. So repräsentierten auch wir Deutschland im Dirndl. Unser Preis war zum einen eine Urkunde von der Gründerin Cypreas, Cecilia Coppola, mit dem Siegel des Premio Presidente della Repubblica Italiana, also dem italienischen Staatspräsidenten, und zum anderen eine ganztätige Kreuzfahrt, die 2 Tage später stattfand, doch dazu später mehr. Am folgenden Tag veranstalteten alle Gewinner des Wettbewerbs einen Fackelumzug durch Sorrent um für Frieden zu demonstrieren, und präsentierten anschließend noch auf dem Piazza Tasso landestypische Tänze und Musik, was viele Schaulustige und sogar das Fernsehen mit verfolgten. Insgesamt war dies eine sehr gelungene Vorstellung, und vor allem die Gruppe aus Ghana beeindruckte die Menge mit ihren Trommelklängen.

Fackelumzug durch Sorrent gemeinsames Abendessen in Sorrent Vor dem Dom von Amalfi Plastische Arbeiten zum Thema "Messaggio in bottiglia"

Am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf den Weg nach Sorrent, wo unsere Kreuzfahrt begann, und machten es uns schließlich auf Deck in der Sonne gemütlich. Nach einiger Zeit ankerte das Schiff vor der "Weißen Grotte" von Capri, und wir konnten direkt vom Schiff aus ein Bad im Meer nehmen, und gleichzeitig auf die Villa Jovis blicken. Nach dieser kurzen Erfrischungspause ging die Fahrt wieder weiter. Positano sahen wir zwar nur vom Schiff aus, aber in Amalfi machten wir Halt, wo wir den Dom und den Kreuzgang besichtigten. Doch auch für einen Espresso und ein Panino blieb noch genügend Zeit. Gegen Abend ging es schließlich auf dem Sonnendeck des Schiffes wieder zurück nach Sorrent. Am Tag darauf traten wir wieder die Heimreise an, und verabschiedeten uns schweren Herzens von den vielen neuen Freunden, die wir in den letzten Tagen kennen gelernt hatten.

Alles in allem war diese Reise ein unvergessliches Erlebnis, zum einen wegen all den Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, mit noch so unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Wertvorstellungen, die aber trotzdem offen für Neues waren und uns immer freundlich entgegengetreten sind, zum anderen aber auch wegen den Ausflügen, die wir im Rahmen der Organisation unternommen haben. Diese Tage werden uns sicherlich immer positiv in Erinnerung bleiben.

Marlena Sontheimer Q11

 

 

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Letzte Überarbeitung am 30.08.2010