AG Umwelt verschenkt Immobilie

Zugegeben, es handelt sich hier eher um ein Mobilheim, auch mobile home genannt. Anton erklärt euch im Video, worum es geht. Hibernation oder Winterschlaf bezeichnet man die lange Ruhephase von manchen Säugetieren und Vögeln in unseren Breiten. Da es in unseren Gärten und öffentlichen Anlagen oft zu aufgeräumt ist, tun sich manche Tiere schwer, ein passendes Winterquartier zu finden (z.B. Laub- und Reisighaufen, Steinhügel). Manche Tiere, die sich eigentlich gerne in der Nähe von uns Menschen aufhalten, können unsere Hilfe gut gebrauchen, also mehr Mut zur Unordnung oder künstliche Winterquartiere schaffen. Wenn ihr beispielsweise im Herbst öfter einen Igel bei euch zu Hause entdeckt, dann könnt ihr relativ schnell und einfach ein Igelhäuschen für ihn bauen und an einem halbwegs wettergeschützten Platz aufstellen. Eine Bauanleitung findet ihr hier.
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AG Umwelt-Tipp: Nutze Plastik, aber Mehrweg!

Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Leider verwenden wir dieses geniale Material oft nur ganz kurz und danach entsorgen wir es im Müll oder in der gelben Tonne bzw. Sack. Plastiktüten für Obst und Gemüse werden oft nur für Minuten genutzt! Anton und Tim zeigen euch im Video, wie man umweltbewusst Obst und Gemüse vom Supermarkt nach Hause transportiert. Die von Anton und Tim vorgestellten Beutel kann man kaufen und sie hundertfach wiederverwenden, aber noch cooler ist es, sie selber herzustellen. Hier besteht auch wieder die Möglichkeit des Upcyclings). Alte Vorhänge aus leichtem Kunststoffgewebe sind dafür perfekt geeignet. Eine genaue Anleitung findet ihr hier. Außerdem empfiehlt die AG Umwelt für das Einkaufen von Obst und Gemüse:
  • möglichst unverpacktes Obst und Gemüse kaufen und lose zur Kasse bringen.
  • Papiertüten fordern (liegen in manchen Obst- und Gemüsebereichen schon aus).
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Was passiert eigentlich mit unserem Müll?

Kurz gesagt: Er wird verbrannt! Die AG Umwelt wollte es aber dann doch genauer wissen und unternahm im Juni eine Exkursion ins Müllheizkraftwerk Burgkirchen. Das Kraftwerk, das sich im Landkreis Altötting befindet, verbrennt den Müll von circa 1 Million Menschen aus sieben ober- und niederbayerischen Landkreisen. Unser Müll wird in Winkl auf größere LKW umgeladen, in Freilassing gepresst und auf Waggons gepackt, um dann mit dem Zug nach Burgkirchen transportiert zu werden.

Dort werden pro Jahr über 200.000 Tonnen Müll bei circa 1000 Grad verbrannt. Übrigens: Hier in Burgkirchen brennt der Müll tatsächlich alleine, d.h. ohne die Zugabe von Brennstoffen wie Öl. Der Müll verbrennt aber nicht zur Gänze. Von 1000 kg Müll bleiben 270 kg Reststoffe übrig. Außerdem wird Strom und Wärme gewonnen. Der Strom wird ins Netz eingespeist. Die Wärme wird von einem benachbarten Chemieunternehmen und von einem Schwimmbad genutzt. Von den 270 kg Reststoffen die übrig bleiben, sind lediglich 32 kg so belastet, dass man sie unterirdisch in Bergwerken lagern muss. Die übrigen Reststoffe werden wieder verwertet z.B. im Straßenbau oder im Winter-Streudienst.

Wir wollten auch wissen, wie es mit den Emissionen aussieht. Natürlich entsteht eine große Menge des klimaschädlichen CO2 sowie weitere – zum Teil giftige - Stoffe. Diese werden aber mit modernen Filter- und Reinigungsanlagen soweit aus dem Abgas entfernt, dass sie die vorgegebenen Grenzwerte sehr weit unterschreiten.

Man mag es kaum glauben, aber unseren Müll in einer Anlage zu verbrennen und die daraus entstehende Wärme zu nutzen ist wesentlich klimafreundlicher als diesen in Deponien zu lagern. Denn während der Lagerung entsteht bei der Vergärung von biologisch abbaubaren Abfällen das noch klimaschädlichere Methangas. Auch wenn wir das Glück haben, in unserer Nähe ein so effizientes Müllheizkraftwerk zu haben, verbraucht Müll trotzdem jede große Menge an Ressourcen und produziert CO2. Darum ist es wichtig, so wenig Müll wie möglich zu verursachen. Wie das geht, findet ihr unter unserem aktuellen AG Umwelt-Tipp.

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Die AG Umwelt schlägt vor!…

Hier wieder einmal ein Tipp der AG Umwelt! Bei unserem Besuch im Müllheizkraftwerk Burgkirchen (den Beitrag über unseren Besuch findet ihr hier) ist uns wieder einmal aufgefallen, wie viel Müll wir eigentlich alle produzieren. Deshalb möchten wir euch diesmal ein paar einfache, leicht nachzumachende Tipps dazu geben:
  • Verwendet wieder befüllbare Wasser- bzw. Trinkflaschen! Und wenn ihr doch mal was kaufen müsst oder wollt, dann achtet doch einfach auf „echtes“ Mehrweg. Das erkennt ihr am Mehrwegzeichen im Titelbild.
  • Wickelt euer Pausenbrot ins klassische Butterpapier ein anstatt in Alu- oder Plastikfolie!
  • Verwendet eine Brotzeitbox anstelle einer Plastiktüte!
  • Achtet beim Einkauf darauf, dass das Produkt nicht unnötigerweise mehrfach eingepackt ist! (Das kommt oft bei Kleinpackungen vor).

Aus alt mach neu

Man kann aber nicht nur Müll vermeiden, sondern Konsumgüter auch langlebiger machen. Upcycling heißt das „Zauberwort“. Es geht darum, Güter nicht einfach wegzuwerfen, sondern sie zu reparieren oder für etwas Anderes – „Neues“ – wieder zu verwenden. Z.B. Taschen aus alten Säcken oder Planen, neue Möbel aus alten Brettern oder Paletten usw. Außerdem liegt ihr mit upgeyceltem Zeug absolut im Trend! Wusstet ihr außerdem, dass beinahe drei Viertel aller Deutschen ihre defekten Gegenstände gerne reparieren lassen oder selbst reparieren würden? Allerdings ist das oft nicht möglich, weil die Produkte von vielen Herstellern schon zum Wegwerfen entwickelt wurden. Z.B. sind Ersatzteile gar nicht verfügbar oder so teuer, dass es sich vermeintlich gar nicht auszahlt, das Teil zu reparieren. Wie ihr euch dem widersetzen könnt, lest ihr in den folgenden Beiträgen:
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Die AG Umwelt schlägt vor! - Eine Suchmaschine, die Bäume pflanzt

Wir - die AG Umwelt – wollen euch in Zukunft Tipps für einen bewussteren und nachhaltigeren Lebensstil geben, damit auch ihr im Alltag mit relativ kleinem Aufwand etwas verändern könnt. Nur, wenn viele an kleinen Aktionen teilnehmen, kann damit auch Großes entstehen. Deshalb wäre es schön, wenn ihr zusätzlich anderen Menschen von unseren Vorschlägen erzählen würdet.

Unser erster Tipp handelt von der Suchmaschine Ecosia. Dabei handelt es sich um eine Suchmaschine, mit der man im Prinzip die gleichen Möglichkeiten hat wie mit jeder anderen Suchmaschine auch. Jedoch liegt der wesentliche Unterschied darin, dass nahezu sämtliche Gewinne des Unternehmens Ecosia in Baumpflanzungen und Aufforstungen aktuell in Madagaskar, Burkina Faso, Tansania, Nicaragua und Peru fließen. Beispielsweise wurden aus den Einnahmen des Septembers 2017 rund 300.000 Euro in verschiedene Baumpflanzprojekte investiert (Quelle: http://documents.ecosia.org/467540/12556242). Wenn ihr auch virtueller Baumpflanzer werden wollt, geht auf www.ecosia.org und folgt den simplen Installationsanweisungen. Uns hat gut gefallen, dass der persönliche Fortschritt permanent angezeigt wird. Wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Idee gut findet und die Wälder unserer Erde mit Suchen auf der richtigen Seite unterstützt.

Als letztes eine Bitte an euch: Falls euch eine ähnliche Idee einfällt, wie man mit kleiner Anstrengung gemeinsam Größeres bewirken kann, meldet euch bei uns. Wir sind die AG Umwelt alias Anna-Lisa Fegg, Sophia Huber und Ronja Scheinert.
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Limonade-Trinken für mehr Biodiversität

Schülerinnen und Schüler der AG Umwelt widmeten sich in ihrem jüngsten Projekt den invasiven Neophyten. Anstatt sie auszureißen, stellten sie aus dem japanischen Staudenknöterich einfach eine Limonade her. „Limo-Trinken für mehr Biodiversität“ lautete das Motto. Neophyten sind Pflanzen, die sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie zuvor nicht heimisch waren. Das ist prinzipiell nicht schlimm. So kam unsere beliebte Rosskastanie etwa im 16. Jahrhundert von Südosteuropa zu uns nach Mitteleuropa. Problematisch wird es erst dann, wenn sich Neophyten invasiv ausbreiten, wodurch andere Arten von ihrem Standort verdrängt werden. Bei uns typische, invasive Neophyten sind das Indische Springkraut und der Japanische Staudenknöterich. Sie bedrohen durch ihre expansive Ausbreitung unsere heimische Biodiversität. Im Schuljahr 2015/16 wurde daher ein Neophyten-Projekt gestartet. Ziel war es, zum einen auf die Problematik der invasiven Neophyten aufmerksam zu machen und zum anderen neue Wege in der Zurückdrängung zu gehen. Die Artenvielfalt zu erhalten, muss nicht immer heißen, alles auszureißen oder zu vergiften, was einen stört. Man kann sich den vermeintlichen ‚Störenfried‘ auch zu Nutze machen. Monika „Neophyzia“ Wölfl (siehe Bild) war und bleibt die perfekte Projektpartnerin fand. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Neophyten-Problematik und geht dabei andere, unkonventionelle Wege. Unter anderem entwickelte sie auch ein eigenes Rezept für eine Knöterich-Limonade. Und so machten sich die AG-Umwelt-Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer Andreas Rußwurm und der „Neophyzia“ im Mai auf den Weg, die jungen verzehrfähigen Knöterich-Sprosse zu ernten. Knöterichstandorte gibt es im Berchtesgadener Talkessel (leider) sehr viele. Für die Ernte der besonderen Limonaden-Zutat wurden allerdings verkehrsabgelegene Plätze wie am Aschauer Weiherbad oder an der Königsseer Ache gewählt. Die Großkofferraumladung Knöterich wurde in die Kelterei Stadler am Högl gebracht, gepresst und zu Limonade weiter verarbeitet, die rund 10 Prozent Knöterichsaft enthält. Insgesamt konnten 100 Mehrwegflaschen (0,33 Liter) abgefüllt werden. Uns war besonders wichtig, das Projekt nicht nur von Anfang bis Ende durchzudenken, sondern auch entsprechend umzusetzen. So endete das Neophyten-Projekt nicht mit der Abfüllung der Flaschen, sondern die Schüler entwickelten auch einen Namen für „ihr“ Getränk. So fiel die Wahl schlussendlich einstimmig auf „Knötermonade“. Für den Verkauf am diesjährigen Schulsommerfest des Gymnasiums Berchtesgaden wurden dann die entsprechenden Flaschenetiketten gestaltet und der Verkauf samt Standl organisiert. Die eisgekühlte „Knötermonade“ fand bei den Gästen reißenden Absatz und wurde bis auf die letzte Flasche leer getrunken. Der einstimmige Tenor: Die Knötermonade schmeckt herrlich erfrischend und es ist toll, Neophyten einfach wegzutrinken anstatt sie auszureißen oder mit Gift zu verdrängen. Wer Lust auf eine Kostprobe des innovativen, artenschutzfreundlichen Getränks hat, der kann die Knöterich-Limonade bei der Kelterei Stadler am Högl käuflich erwerben oder auf die nächste Saison warten, denn der Jahrgang 2017, produziert von der AG Umwelt soll noch schmackhafter werden. Wir sind gespannt. Das AG-Umwelt-Projekt rund um die Neopythen geht also weiter. Wir wollen neben der Herstellung der Knötermonade weiter untersuchen, wie der Knöterich kulinarisch auf andere Art und Weise genutzt werden kann. Man darf gespannt sein auf die nächste Verkostung!
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Wald wird zum Klassenzimmer

Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Berchtesgaden engagieren sich in der „AG Umwelt“ und pflanzten vor kurzem gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten Jungbäume, um die heimischen Wälder auf den Klimawandel vorzubereiten. Damit setzt das Gymnasium Berchtesgaden Akzente in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit.

„Junge Menschen brauchen die Chance, Nachhaltigkeit zu lernen, in dem sie sich aktiv beteiligen. Kurzum: uns geht es darum, Nachhaltigkeit nicht nur in der Theorie zu vermitteln, sondern auch in der Praxis umzusetzen“, bringt es Andreas Rußwurm auf den Punkt. Er leitet seit Beginn dieses Schuljahres die „AG Umwelt“, ein Wahlunterrichtsfach mit dem Titel „Umweltbildung“.

Neben weiteren Aktivitäten stand eine Baumpflanzaktion in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten auf dem Programm. Die AG-Umweltschüler pflanzten dabei ganz in der Nähe der Roßfeldstraße am Ofener Boden auf über 1000 Meter Seehöhe Lärchen und Waldkiefern. Derzeit stehen in diesem Areal hauptsächlich Fichten. Der Klimawandel macht auch vor unseren bayerischen Wäldern nicht halt. Im Gegenteil: Vor allem in höheren Regionen werden sich die klimatischen Veränderungen stärker bemerkbar machen. Die Bayerischen Staatsforsten bauen hier mit dem Umbau des Waldes vor. D.h. es werden heute vermehrt Baumarten gepflanzt, die mit zukünftigen, vielleicht extremeren Wetter- und Umweltbedingungen zurechtkommen.

Unterstützt wurden die Schüler bei der AG-Umwelt-Baumpflanzaktion von drei Waldarbeitern, die ihnen den Umgang mit den Gerätschaften wie der Pflanzhaue und natürlich das Pflanzen der dreijährigen Jungbäume zeigten. Von den Forstreferendaren Sarah Becker und Korbinian Häuslschmid erfuhren die „jungen Waldarbeiter“ allerhand Wissenswertes über den Forst etwa welchen Marktwert Bäume besitzen, wie mit dem Wild umgegangen wird oder wie die gerade gepflanzten Bäumchen künftig gepflegt werden müssen. Der Begriff Nachhaltigkeit hat ja in der Forstwissenschaft seinen Ursprung und kann den Schülern natürlich praktisch am besten vermittelt werden. Deshalb plant die AG Umwelt, die gepflanzten Kiefern und Lärchen in den folgenden Jahren zu (be)suchen und zu pflegen.
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