Frankreichaustausch 2019/20 - Paris und die Bretagne

Wenn man, durchnässt vom Regen, mit zitternden Händen und kalten Füßen endlich oben auf dem Eiffelturm angekommen ist und über den Regenschleier hinweg auf die glitzernden Lichter der Stadt schaut, vergisst man schnell die Anspannung der langen Zugfahrt, überhaupt jegliche Sorgen und genießt einfach die Momentaufnahme.

Das ist Paris:

Die malerischen Gässchen mit den kleinen Boutiquen, die Händler, die sich gegenseitig helfen, Geschäfte zu machen, die unzähligen Touristen auf Montmartre, die manchmal ziemlich teuren, aber immer deliziösen Macarons, die es beim Bäcker nebenan zu jeder Tages-oder Nachtzeit gibt, der Blick auf die golden erstrahlende 0péra Garnier, der Sonnenuntergang auf der Dachterrasse der Galeries Lafayette, das königliche Gefühl beim Betreten des Spiegelsaals des Schlosses Versailles, das knusprige, goldbraun gebackene und typisch französische Croissant, das zusammen mit einer dampfenden Tasse Chocolat chaud am Frühstückstisch schon auf einen wartet, die unglaublichen Menschenmengen, aus aller Welt geduldig vereint, um Leonardo da Vincis Mona Lisa zumindest einen flüchtigen Blick abzutrotzen, die silbrig-grünen Spiegelbilder, die unsere Gruppe beim Vorbeigehen auf den Glasfenstern der in Abendlicht getauchten Geschäftsauslagen hinterließ, auf Streifzügen, über die wir uns dem Esprit der Stadt ein Stück weit näherten, bis wir nachts erschöpft in unsere Hotelbetten fielen, um uns in seligen Träumen von Baguette und Éclairs au chocolat für die neuen Eindrücke des folgenden Tages zu stärken. Wenn ich an die Bretagne denke, kommt mir die Begeisterung in den Sinn, die uns allen bei unserer Ankunft in Rennes ins Gesicht geschrieben stand, ich denke an die zahlreichen engen Freundschaften, die in einer einzigen Woche entstanden, die lustigen Grimassen, die nicht wenige von uns bei unserer ersten Austernverkostung schnitten, die ausgedehnten Busfahrten zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Bretagne, die unsäglichen Blicke, die wir uns zuwarfen , als die Treppe hinauf zum höchsten Punkt des Mont-Saint-Michel nicht enden wollte, die gigantische Aussicht auf die Weite des Ozeans quasi als Belohnung für die „Strapazen“, die eine oder andere Muschel, die langsam aber sicher im Koffer zu müffeln begann, das abertausendste genüsslich verzehrte Schinken-Käse-Sandwich, die erste Crêpe oder Galette, die uns an einem Tisch mit Meerblick serviert wurde, die Verzweiflung, die uns überkam, wenn wir mit unserem Französisch nicht gleich verstanden wurden, und die Erleichterung, wenn es dann unter Zuhilfenahme von Mimik, Gestik und Englisch doch klappte, die Zeit, die wir als Gruppe in einer für uns ungewohnten Situation verbrachten und die uns das Gefühl vermittelte, tatsächlich eine Gruppe zu sein, das hundertste Gruppenfoto, das mit ein paar hippen Filtern verschönert wurde, die unvergesslichen Familienabende, an denen gelacht, geweint, gesungen, getanzt, gegessen und getrunken wurde und das „Bis bald!“ am Bahnhof, das letzte Winken, bis alles in der Ferne verschwamm. Ja, das ist meine Bretagne.

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Bayern meets Bretagne -Schülergruppe des Gymnasium Berchtesgaden besucht französische Partnerschule

Nachdem die sozialen Netzwerke seit Januar heiß liefen, war es Mitte März endlich soweit: Voller Vorfreude saßen 20 Neuntklässler*innen des Gymnasium Berchtesgaden und ihre zwei Begleitlehrerinnen im Zug nach Rennes/Bretagne, um dort eine gute Woche mit ihren französischen Freunden des „Lycée Saint-Martin“ zu verbringen. Aber davor kam ja noch Paris! Mit Montmartre, Mona Lisa und Macarons stimmten wir uns ein, über die Champs-Élysées und Versailles vergaßen wir alles um uns herum und beim Anblick des nächtlich glitzernden Eiffelturms konnten wir Ernest Hemingways Meinung, Paris sei ein „Fest fürs Leben“, unbedingt teilen. Durchtrainiert (ein Schülerhandy hatte allein am Ende des ersten Tages 30.000 Schritte gezählt!) und reich an Eindrücken fuhren wir mit dem TGV in den Bahnhof von Rennes ein. Schnell war da Lampenfieber von Wiedersehensfreude abgelöst. Schließlich hatte man sich viel zu erzählen!

Und unvergesslich schöne Erlebnisse warteten auf uns: Ausflüge zum Mont Saint-Michel, nach Saint-Malo und Nantes, Austerngenuss in Cancale, bretonischer Tanz, Crêpes backen und der französische Schulalltag zum Schnuppern. Mit diesem sehr gelungenen Programm verstand es unsere Partnerschule auch heuer wieder, unsere Lust auf die Bretagne stetig zu vermehren. So planen wohl einige Schüler*innen für die Sommerferien bereits die nächste Auflage von „Bayern meets Bretagne“.

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Bretagne meets Bayern - Die französische Partnerschule zu Besuch in Berchtesgaden

Am Abend des 18. Januar war es soweit. Gespannt und aufgeregt erwarteten 19 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Gymnasium Berchtesgaden den Bus mit den „corres“, ihren französischen Austauschpartnern des „lycée St-Martin“, der französischen Partnerschule des Gymnasium Berchtesgaden in Rennes/Bretagne. Händeschütteln? Oder doch ein Wangenkuss? Französisch? Deutsch? – Flugs hatten sich spätestens nach dem Bowling im Pub „Watz“ eingeschworene internationale Teams gebildet, und eine neue, gesellige Betriebsamkeit verhieß den bestmöglichen Auftakt für eine Woche des Sammelns sprachlicher und kultureller Erfahrungen. In diesem Sinne hatte sich auch unser Berchtesgaden pünktlich zur Ankunft der Schülergruppe ein doch recht ansehnliches Winterkleid übergestreift.

So waren Schneeballschlachten stets angesagt, und der Ausflug auf den verschneiten Untersberg – für viele unserer Besucher die erste Bergerfahrung überhaupt - geriet zu einem echten Highlight der Reise. Bergtypisches gab es auch im Haus der Berge zu entdecken. Im Königlichen Schloss erfuhren wir auf anschauliche Weise ein Stück bayerische Geschichte. Über bayerische Tänze, Schuhplattln, einen Besuch beim Lederhosenmacher Aigner und das Anmalen einer kleinen Spanschachtel spürten wir den Berchtesgadener Traditionen nach. Weltberühmte Kunst aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts wartete auf uns in der Ausstellung „Der blaue Reiter“ im Lenbachhaus in München. Nicht zuletzt erhielt der dunkle Teil der deutschen Geschichte Raum. In der Dokumentation Obersalzberg wurden die sensiblen Inhalte professionell vermittelt. Ob beim Schnuppern von Weltcupatmosphäre am Königssee, beim Mittagessen in der Mensa des Gymnasium, beim Kaffeetrinken im Café Forstner oder bei einer zünftigen Brotzeit im Bräustüberl – der Austausch zwischen den französischen und deutschen Austauschpartnern war stets im Zentrum. Denn darum ging es ja: über den Kontakt mit dem Austauschpartner eigene Werte und Anschauungen zu relativieren und mit möglichst viel Achtung für die eigene Lebensart und die des anderen im Gepäck die Heimreise anzutreten.

Unsere Schülerinnen und Schüler zählen schon die Tage bis zum Gegenbesuch im März!
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Deutsch-Französischer Tag 2018 - Reden und Rocken

Am 22.01.2018, war es wieder soweit: Die Welt feierte den Deutsch-Französischen Tag. Der Deutsch-Französische Tag soll an den Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich, den sogenannten Élysée-Vertrag, erinnern, den der damalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle am 22. Januar 1963 im Élysée-Palast in Paris unterzeichneten. Der Élysée-Vertrag legt fest, dass Deutschland und Frankreich keine wichtigen Entscheidungen in der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik mehr treffen, ohne sich gegenseitig um Rat zu fragen. 1988 wurde der deutsch-französische Freundschaftsvertrag um Themen der Verteidigungspolitik, der Wirtschaft und Finanzen erweitert. Außerdem wurde 2001 vereinbart, dass die beiden Staatsoberhäupter etwa alle zwei Monate zum Austausch zusammenkommen.

Mit dem Motto „Franzosen und Deutsche – einmal Freunde, immer Freunde!“ möchte der Deutsch-FranzösischeTag daran erinnern, dass die Freundschaft, die Deutschland und Frankreich heute miteinander verbindet, einen hohen Wert hat und vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen, die die beiden Länder in der Vergangenheit stets entzweiten, keine Selbstverständlichkeit ist. Auch das Gymnasium Berchtesgaden feierte am 22.01., was das Zeug hielt. Leckere Schokotrüffel ließen keine Wünsche offen. Schnell noch die Trikolore bzw. Deutschlandflagge auf die Wange geschminkt! Dann wartete schon Wissenswertes über Paris, die deutsch-französische Zusammenarbeit und die Geschichte, die die beiden Länder miteinander verbindet, in drei Ausstellungen. Eine Pause ist viel zu kurz zum Reden und Rocken! Nächstes Jahr geht die Party weiter.

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Frankreichaustausch 2017: Cidre, Crêpes und Cole Porter

"Whether blue or gray be her skies.
Whether loud be her cheers or soft be her tears.
More and more do I realize:
I love Paris in the springtime ..."

Wer würde Cole Porters Begeisterung in seiner Liebeserklärung an Paris nicht teilen? So gerieten auch 15 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Gymnasium Berchtesgaden und ihre Begleitlehrerinnen Bettina Dolansky und Gabriele Renoth ins Schwärmen, als es vergangenen März während ihrer Frankreichfahrt Pariser Frühlingsluft zu schnuppern gab. Von der Spitze des Eiffelturms aus war die Route schnell abgesteckt: Flanieren auf den Champs-Élysées, endlich die Mona Lisa und das Schloss Versailles mit eigenen Augen sehen, die viel gerühmte Picasso-Ausstellung besuchen und sich von Auguste Rodins Skulptur "Der Denker" überwältigen lassen, auf Montmartre und dem Canal St Martin auf Amélies Spuren wandeln, Parfüm schnuppern bei Fragonard, ein leckeres Eis schlürfen bei Berthillon und "Les Bleus" ins Stade de France folgen.

Erschöpft, aber reich an unvergesslich schönen Eindrücken traten wir die Weiterreise nach Rennes in der Bretagne an, wo unsere Schülerinnen und Schüler von ihren Gastfamilien bereits erwartet wurden. Neben reichlich Zeit zum Austausch mit den „corres“ standen die historische Altstadt von Rennes und Ausflüge nach Nantes und zum Mont Saint-Michel auf dem sehr gut durchdachten Programm. Ein großes Dankeschön an unsere Partnerschule „Lycée St Martin“! Bei Cidre und selbst gebackenen Crêpes waren wir uns sicher, Porters Lied könnte auch "I love France in the springtime!" lauten.
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Ein Hauch Himmel - Franzosen zu Besuch in Berchtesgaden

Gewiss war in der Januarwoche, die die französische Schülergruppe unserer Partnerschule „Lycée St Martin“ aus Rennes/ Bretagne im Rahmen des Frankreichaustauschs 2017 bei uns in Berchtesgaden verbrachte, eine Portion Magie im Spiel: Von der ersten Minute an präsentierte sich der Talkessel frostig schön bei strahlend blauem Himmel als Winterwunderland erster Güte! So herrschte generell Hochstimmung während der verschiedenen Ausflüge in Berchtesgaden und Umgebung. Besonders die Fahrt auf den Jenner – für die meisten französischen Schülerinnen und Schüler die erste Bergfahrt überhaupt – geriet zu einem echten Highlight! Wir freuen uns schon auf unseren Besuch in der Bretagne vom 27.03. bis 07.04.17.
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Franzosen und Deutsche – einmal Freunde, immer Freunde!

Am 22. Januar 2017 war es wieder soweit: Die Welt feierte den Deutsch-Französischen Tag. Mit dem Motto „Franzosen und Deutsche – einmal Freunde, immer Freunde!“ möchte das Ereignis daran erinnern, dass die Freundschaft, die Deutschland und Frankreich heute miteinander verbindet, einen hohen Wert hat und vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen, die die beiden Länder in der Vergangenheit stets entzweiten, keine Selbstverständlichkeit ist. Was wären wir ohne den erfrischenden, neuen und stets bereichernden Austausch mit Freunden – daheim und in der Welt? So rockten die Schülerinnen und Schüler die Aula des Gymnasium Berchtesgaden in der Großen Pause mit internationalen Klängen, Quiz, leckeren Spezialitäten und so manch Wissenswertem. Continuons la fête!
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