Einzug ins Bundesfinale von „Jugend präsentiert“ in Berlin

Am 29. April 2018 fand die Qualifikationsrunde des bundesweiten Wettbewerbs von „Jugend präsentiert“ am Gymnasium Buchloe statt. Die Schülerinnen und Schüler Laura Fries, Johanna Weber, Antonia Stöger, Simon Angerer und German Stehlmak vom Gymnasium Berchtesgaden qualifizierten sich mit ihren selbstproduzierten Erklärvideos hierfür. Sie gehörtern zu den insgesamt 270 Besten, die zuvor aus über 2700 Bewerberinnen und Bewerbern bundesweit ausgewählt worden waren. Vor Ort hielten die Berchtesgadener Schülerinnen und Schüler jeweils einen dreiminütigen Vortrag zu einem naturwissenschaftlichen Thema vor einer Fachjury. Insgesamt hatten 30 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 19 Jahren in Buchloe die Chance, sich für das Bundesfinale 2018 in Berlin zu qualifizieren. Die Schülerinnen Laura und Johanna konnten die Jury aus Rhetorikfachleuten und Lehrkräften mit ihrem Thema zu der „Anomalie des Wassers“ mit ihrem Sachverstand überzeugen. Mit ihrer Begeisterungsfähigkeit zum Thema Palmöl konnten sich auch Simon und German für das Bundesfinale qualifizieren. Dieses wird mit den 135 bundesweit Besten am 15. und 16. September 2018 in der Bundeshauptstadt ausgetragen. Den ersten drei Plätzen winkt eine Städtereise mit exklusiven Einblicken in die Welt der Forschung und der Medien.

Zur Vorbereitung auf das große Finale geht es für Laura, Johanna, German und Simon vom 7. bis 9. Juni 2018 zu einem mehrtägigen, professionellen Präsentationstraining nach Heidelberg. Neben dem Training wird außerdem ein spannendes Rahmenprogramm rund um die Naturwissenschaften angeboten. Wer auch Lust hat an diesem interessanten Wettbewerb selbst einmal teilzunehmen, kann sich gerne bei den „Jugend präsentiert-Multiplikatoren“ Herrn Bauer und Herrn Ostertag melden, die euch natürlich gerne weiterhelfen werden.

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10 Jahre Wissenschaftsherbst, 500 Jahre Salzbergwerk, 200 Exponate MINTbegeistert!

Akustik und MINTbegeistert! im Landtag

Michaela Kaniber, Landtagsabgeordnete des Stimmkreises Berchtesgadener Land hat die Seminare Akustik und MINTbegeistert! des Gymnasiums Berchtesgaden mit OStR Markus Hanke und OStR Martin Hofreiter in den Bayerischen Landtag nach München eingeladen. Themen bei der Diskussion der Berchtesgadener Gymnasiasten mit der Abgeordneten im Plenarsaal waren die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium G9, der Ersatzbau der Jennerbahn und die Erlangung von staatlichen Fördermitteln hierfür, die Problematik des bayerischen Ladenschlussgesetzes für Tourismusorte wie den Königssee, der Breitbandausbau für "schnelles Internet" sowie hochqualifizierte Arbeitsmöglichkeiten in der Heimat nach erfolgraich abgeschlossenem Studium.
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Neumarkt, Göttingen, Berlin - Gymnasium Berchtesgaden bundesweit vernetzt

MINT-EC ist das nationale Excellence-Schulnetzwerk von 267 bundesweit ausgewählten Gymnasien mit hervorragendem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Schulprofil. Seit 2014 ist das Gymnasium Berchtesgaden Teil des Netzwerks. Nach der Teilnahme am bayerischen Regionalforum MINT100 in Neumarkt und an der Schulleitertagung in Göttingen flog nun eine Delegation zum Hauptstadtforum MINT400 nach Berlin. Florian Scherer, Elias und Rasmus Noeske berichten.

Am Mittwoch klingelte der Wecker früh. Um kurz nach vier Uhr morgens machten wir uns mit Herrn Hofreiter auf den Weg zum Salzburger Airport. Vor uns lag das intensive Erkunden der Berliner Science-Welt. Erste Station war der Maker Store mit Einblicken in die Bereiche Robotik und Elektronik. Nach dem lehrreichen Vormittag brunchten wir in der angeblich besten Currywurst-Bude Berlins. Wohlgesättigt folgte Sightseeing: Brandenburger Tor, Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, Bayerische Vertretung und Schokoladenfondue im Ritter Sport Store. Im Spectrum Science Center des Technischen Museums lernten wir spannende MINT-Exponate wie Spiegelillusionen, rotierende LED-Kunstwerke oder das namensgebende optische Spektrum kennen und schossen Fotos zur Inspiration für die nächsten P-Seminare „MINTbegeistert!“. Am Abend saßen wir bei der Blue Man Group im Stage Theater am Potsdamer Platz in der ersten Reihe mittig. Beim nächtlichen Heimweg waren wir ganz alleine auf dem Pariser Platz.

Am Donnerstag besichtigten wir vormittags die Kuppel des Reichstagsgebäudes, ein Audioguide erklärte beim Hinaufgehen die politischen Bauwerke der Hauptstadt. Mittags begann die MINT 400 im „Kosmos“. 400 SchülerInnen und 100 LehrerInnen der MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland trafen sich zum Erfahrungsaustausch, mit dabei auch unser MINT-EC-Partnergymnasium Olching. Auf dem Bildungsmarkt stellten zahlreiche Aussteller aus Wirtschaft und Wissenschaft Studien- und Berufsperspektiven vor. Fachvorträge führten in verschiedene Wissenschaftsbereiche ein. Wir Berchtesgadener folgten einer aufschlussreichen Präsentation über Positionsbestimmungssysteme wie GPS oder Galileo, die den aktuellen Stand der Forschung aufzeigte. Abends speisten wir im noblen Restaurant „Sphere“, das sich drehend auf 207 Metern Höhe auf dem Berliner TV-Turm am Alexanderplatz befindet.

Der Freitag war geprägt von ganztägigen Workshops in unterschiedlichen Technologiefirmen und -Institutionen in und um Berlin. Elias besuchte die „Cisco Network Academy“ des weltweit führenden Netzwerktechnikunternehmens. Dort baute er mit Hilfe eines Raspberry Pi 3 einen eigenen Prototypen zum Internet of Things, kurz IoT, das Menschen, Dinge und Prozesse miteinander vernetzt. Projektziel war ein intelligenter Zähler für Diskotheken, der dauernd die Anzahl der anwesenden Personen misst, sie mit der maximal verfügbaren Kapazität des Clubs abgleicht und den Türstehern und Partylustigen rechtzeitig per App Bescheid gibt, wie viel los ist. Der Workshop wurde in englischer Sprache abgehalten, was sich jedoch als problemlos herausstellte. Elias: “Letztendlich bin ich nicht nur mit einem wertvollen Zertifikat, sondern auch mit viel mehr Wissen und Erfahrungen aus dem Cisco-Gebäude gegangen.“ Florian war bei ABB, dem Weltmarktführer für Elektrifizierungstechnologien. Los ging es mit einer Werkstattführung zu CNC-Fräsen und Robotern. Nach dem Rundgang waren eine Ampelschaltung inkl. Fußgängerampel und ein LCD-Display selbst zu bauen und zu programmieren. Florian: „Mir hat es so viel Spaß gemacht, dass ich nun privat mit dem Arduino weiter programmiere.“ Rasmus kam beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR zu spannenden und packenden Erkenntnissen der Physik. Themen waren Meteoriten, Schwerkraft und das 3D-Universum. Rasmus: „Die MINT400 barg die Möglichkeit, sich mit den aus ganz Deutschland angereisten Gleichaltrigen auszutauschen und die gemeinsame Zeit angenehm zu gestalten.“ Am frühen Abend stand der letzte Höhepunkt des hochwertigen Programms an. Dr.-Ing. Thomas Reiter, Europas erfahrendster Astronaut erzählte über das Leben und seine Erlebnisse im Weltall. Zusammengenommen 350 Tage verbrachte er in mehreren Missionen als Bordingenieur auf den Raumstationen MIR und ISS. Beeindruckende Bilder und Filme von innerhalb und außerhalb der Raumstationen sowie Blicke auf die Erde, etwa ein Hurrican von oben, brachten uns alle zum Staunen. Um 23.10 Uhr landeten wir wieder in Salzburg. Gegen Mitternacht schliefen wir in unsere Faschingsferien.

Übrigens: Diese Fahrt ist der Hauptpreis des „Lord of the MINTs“-Wettbewerbs des Gymnasiums Berchtesgaden für die SchülerInnen der naturwissenschaftlichen zehnten Jahrgangsstufe.
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„Relativ Abgehoben“ - Die große Wissenschaftsshow am Gymnasium Berchtesgaden

Mit über 500 Besuchern war die Aula des Gymnasiums bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Schüler der P-Seminare MINT und Akustik der 12. Jahrgangsstufe unter der Leitung der Oberstudienräte Martin Hofreiter und Markus Hanke ihre spannenden Experimente dem begeisterten Publikum präsentierten. Auch viele Schüler aus dem ganzen Landkreis und sogar eine Delegation des Gymnasiums Olching ließen sich die zweite Ausgabe der Wissenschaftsshow nicht entgehen.Erklärt wurden die einzelnen Programmpunkte von den vorführenden Schülern sowie von Alexander Wimmer und David Hartmann, die als Moderatoren wortgewandt, informativ und humorvoll durch den Abend führten.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Andreas Schöberl wurde auf der Bühne ein meterhoher Feuertornado entfacht, dazu erklang der Titelsong des Abends „Relativ Abgehoben“, ein Rap über Einsteins Relativitätstheorie, den das P-Seminar Akustik im Rahmen eines Wettbewerbs selbst geschrieben und produziert hat. Nach Michael Grubers Hörspiegelstrecke, bei der Schallwellen mithilfe von Parabolspiegeln durch die ganze Aula übertragen wurden, zeigte Tim Borufka eine Reihe von Experimenten mit flüssigem Stickstoff, bei denen man erkennen konnte, wie eine Temperatur von unter minus 196 Grad die Eigenschaften verschiedener Materialien verändern kann. Immer wieder wurde auch das Publikum in die Vorführungen eingebunden. Die meist jungen Probanden bekamen als Belohnung für ihren Mut kleine Holzspielzeuge oder zerknüllte Luftballons aus dem Stickstoffbehälter, die sich bei Raumtemperatur zu Tierformen entfalteten. Dass seine Supraleiter-Magnetschwebebahn nicht so recht funktionierte, wollte Tim nicht auf sich sitzen lassen, er wiederholte den Versuch im zweiten Teil der Show und diesmal klappte alles wie am Schnürchen. Kevin Fegg und Elias Huber spielten mit Druckluft auf einer sogenannten Lochsirene, einer rotierenden Holzscheibe mit unzähligen Löchern, den Beginn des Songs „Seven Nation Army“, eine Melodie, die im Verlauf des Abends zum Ohrwurm werden sollte. Von diesen beiden Schülern wurde auch der Schallwellenlaser demonstriert, eine Vorrichtung, mit der Musik in beeindruckende Muster eines Laserpointers übertragen wird. Ebenfalls mit Licht wurden die Töne der Lasergitarre erzeugt, auf der die nun schon bekannte Melodie erklang, nachdem zuvor mit Luft und Wasser angetriebene Raketen die Aula durchquert hatten. Nach Pauline Pistors „Gaußkanone“, bei der mittels Magneten eine Stahlkugel auf beachtliche Geschwindigkeit beschleunigt wurde, war ein weiterer Höhepunkt des ersten Teils das Projekt von Christoph Zern und David Hartmann, die die Schwerkraft überwinden wollten und Christoph mittels Magnetschuhen an der Decke gehen ließen.

Nach der Pause staunte das Publikum über ein menschliches Lautsprecherkabel, bei dem schwacher Strom die Testpersonen durchlief. Ein Exponat, das schon seit Tagen Scharen von Schülern in der einwöchigen MINT-Ausstellung des Gymnasiums anlockte, war der Airhockey-Tisch von Timo Riedelsperger und Jonas Neubauer. Wie beim Eishockey muss ein Puck in das Tor des Gegners geschossen werden, allerdings schwebte hier der Puck nahezu reibungsfrei auf einem Luftpolster, das durch tausende kleiner Löcher in der Tischplatte erzeugt wird. Vom Spaßfaktor dieses Spiels konnten sich Schulleiter Schöberl und eine Kollegin aus Olching live auf der Bühne überzeugen. Um Musik ging es wieder bei den nächsten Versuchen, bei denen Alexander Wimmer und Silvan Gschoßmann das Phänomen der „Unendlichen Tonleiter“ präsentierten und Angela Krenn ein selbstgebautes Theremin vorführte, das einzige Musikinstrument, das ohne Berührung gespielt wird.

Dass das MINT-Seminar aus wahren Seifenblasenkünstlern besteht, konnten die Schüler im Sommer schon bei einer Vorführung im Kindergarten Schönau unter Beweis stellen. Neben besonders großen, in die ganze Kinder passten, gab es auch Seifenblasen, die statt mit Luft mit Kohlendioxid und Helium gefüllt wurden und so entweder schnell zu Boden sanken oder bis an die Decke schwebten. Dass Helium nicht nur Seifenblasen in die Höhe zieht, sondern auch die Töne von Musikinstrumenten, erlebten die Zuschauer anhand der Melodie von „Seven Nation Army“. Deutlich größer als eine Seifenblase war der Wetterballon, den Thomas Gruber und Florian Hönes Mitte September in die Stratosphäre schickten. Neben verschiedenen Messinstrumenten befanden sich auch zwei Kameras an Bord. Start und Flug bis in 11 Kilometer Höhe zeigte ein faszinierender Film der beiden Jungwissenschaftler mit spektakulären Bildern von Berchtesgaden.

Bevor am Ende noch alle beteiligten Schüler von einer riesigen Seifenblasenhülle umgeben wurden, bedankten sich die verantwortlichen Lehrer Martin Hofreiter und Markus Hanke bei allen, die zum Erfolg dieser tollen Vorstellung beigetragen haben, von der Technik-Gruppe über das Personal des Gymnasiums bis zu den vielen und großzügigen Sponsoren, vor allem aber dankten sie dem Schülerforschungszentrum Berchtesgaden für die große Unterstützung, namentlich dem Ehepaar Gasteiger, die den Schülern bereitwillig und kompetent mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind.
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Stratosphärenflug

Florian Hoenes und Thomas Gruber schickten im Rahmen des P-Seminars "MINTbegeistert!" des Gymnasiums Berchtesgaden unter der Leitung von Martin Hofreiter einen heliumgefüllten Wetterballon in die Stratosphäre. Als Nutzlast führte der Ballon zwei Kameras (GoPros), zwei GPS-Tracker und einen Datenlogger für Höhe, Temperatur, Geschwindigkeit über Grund, Steig-/ Sinkgeschwindigkeit, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit mit. Der Start war am Sportplatz Breitwiese, die Landung nach drei Stunden Flugzeit in St. Martin bei Lofer. Florian und Thomes bedanken sich ganz herzlich für die Unterstützung durch das Schülerforschungszentrum Berchesgadener Land.
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