Nationalpark-Exkursion der 9. Klasse

„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land“, hat Ludwig Ganghofer gesagt. Doch ist im Berchtesgadener Land wirklich alles so in Ordnung, wie es scheint? Dieser Frage sind wir als Schüler der Klasse 9A nachgegangen, indem wir in Begleitung einer Mitarbeiterin des Nationalparks eine Exkursion in den Nationalpark, besser gesagt in einen momentan besonders bedrohten Teil desselben, den Jenner, durchgeführt haben. Bereits in der Vorbereitung durften wir uns unsere Meinung zum Thema Naturethik am Beispiel Jenner bilden. Dazu schlüpften wir in verschiedene Rollen wie die eines Investors, eines Naturschützers oder eines Tourismusbeauftragten und vertraten diese Parteien in einer durch andere Schüler moderierte Talkshow. Am Morgen des 2. Juli trafen wir uns dann am Bahnhof, von wo aus es schließlich zum Parkplatz Hinterbrand und damit zum Jenner ging. Dort angekommen, bekamen wir je ein Bild, auf dem eine von den vielen verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten dargestellt waren, zum Beispiel Sport, Bewirtschaftung oder das Graben nach Enzianwurzeln. Im Anschluss mussten wir unser jeweiliges Bild beschreiben und erklären, welche Nutzungskonflikte dadurch entstehen könnten. Im Anschluss wanderten wir weiter Richtung Königsbachalm. Schließlich entschied man sich, auf einer Hütte Rast zu machen. Nach der Brotzeit konnten die wir Fantasie walten lassen, indem wir Plakate gestalteten, auf denen das Berchtesgadener Land ohne den Nationalpark dargestellt war. Die meisten Plakate zeigten ein Berchtesgaden voller Hochhäuser, eine Seilbahn auf den Watzmann oder die Ramsau als Baustelle zum „BGL International Airport“. Mit dem Thema „Schöpfung“ hatten wir uns bereits im Religionsunterricht immer wieder auseinandergesetzt, weshalb wir anschließend eine Rede von Indianerhäuptling Seattle zum Thema Natur vortrugen, die andächtig gehört wurde, wurden noch verschiedene Psalmen sowie Passagen aus dem Sonnenuntergang des Hl. Franziskus gelesen, die uns zum Nachdenken anregten, was es denn mit der Natur auf sich hat. Danach versuchten wir, die Themen Schöpfung und Naturethik mit einem spirituellen Akzent zu vertiefen. Hier kam uns zugute, dass Herr Wank in seiner Eigenschaft als Religionslehrer mit dabei war und die Zeremonie angemessen leitete. Zu unser aller Freude ging es anschließend zum Mittagessen ins Dr.-Hugo-Beck-Haus, wo wir die Gelegenheit nutzten, um uns noch einmal ausführlich über die Natur zu unterhalten. Danach war schon die Zeit gekommen, wieder mit dem Bus zurück zum Bahnhof zu fahren. Trotz der Pro- und Contra-Rollen, die wir während der Vorbereitungszeit besetzten, waren wir uns doch alle in einem Punkt einig: Die Natur ist ein wichtiges Gut, ohne das die Welt nicht mehr dieselbe wäre und muss unbedingt erhalten bleiben.
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Berchtesgadener Wintermärchen faszinierte Berliner Grundschüler

Steinböcke, Murmeltiere, Gämsen: Die typischen Bewohner des Nationalparks Berchtesgaden sind vielen Grundschulkindern aus Deutschlands Hauptstadt fremd. Im Rahmen der internationalen Aktion „Berge lesen“ weihte das Umweltbildungs-Team des Nationalparks in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Berchtesgaden über 100 Berliner Grundschüler in die Geheimnisse der Tierwelt des Schutzgebietes ein. Außerdem präsentierte die 25-köpfige Delegation aus Berchtesgaden im Foyer des Bundesumweltministeriums musikalisch umrahmt das Nationalpark-Märchenbuch „Der leuchtende Zauberpilz“.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gastgeberin und Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier führte durch das Programm. Rund 100 Berliner Grundschulkinder lauschten der Lesung aus dem Märchenbuch „Der leuchtende Zauberpilz“. Markus Hanke, Lehrer am Gymnasium Berchtesgaden, hatte dazu eine musikalische Begleitung komponiert, die vier Schülerinnen und Schüler an Violine, Gitarre und Ziehharmonika gekonnt umsetzten. Bei der anschließenden Nationalpark-Rallye lernten die Kinder, betreut von Rangern und Nationalpark-Mitarbeitern, an sechs Bildungsstationen die Überwinterungsstrategien alpiner Tiere kennen. Außerdem ertasteten sie Tier- und Pflanzenmodelle, stempelten Tierspuren und bastelten Waldzwerge aus Naturmaterialien.

Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks betonte: "Nur wer die Natur, die Tiere und Pflanzen kennt, der will sie auch schützen. Die Alpen sind ein wunderschönes Beispiel für wilde Natur und ihre Verletzlichkeit." Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf unterstrich anlässlich der Veranstaltung: „Die Alpen sind das ökologische Herz Europas und ein Juwel der Artenvielfalt gerade im Nationalpark Berchtesgaden. Die Initiative ‚Berge lesen‘ begeistert Menschen dafür, diesen Schatz zu bewahren.“ Das "Berge lesen-Festival" wurde 2015 vom Deutschen Vorsitz der Alpenkonvention und dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention ins Leben gerufen, um den Internationalen Tag der Berge würdig zu begehen. Im Mittelpunkt standen an diesem Tag die Alpen als bedeutende Bergregion Europas. Der Internationale Tag der Berge soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die besondere Bedeutung der Berggebiete für das Leben auf der Erde und ihre nachhaltige Entwicklung lenken.
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P–Seminar „Yosemite meets Berchtesgaden“ eröffnet Ausstellung im Haus der Berge

Am 01.12.17 eröffnete das P – Seminar Englisch mit dem Titel: „Yosemite meets Berchtesgaden“, nach nun einem Jahr Arbeit die eigens geplante Ausstellung im Haus der Berge. Ziel dieser Ausstellung ist der Vergleich der beiden Nationalparks, die seit 2014 sogenannte Sisterparks darstellen. Der Besucher begibt sich zusammen mit den beiden Maskottchen Kojo (ein Kojote aus Yosemite) und dem uns bekannten Bergerl auf eine kleine Reise durch die verschiedenen Bereiche der beiden Parks. Von Geschichte bis hin zu den typischen Tieren und Pflanzen der unterschiedlichen Gebiete ist hier alles dabei. Dazu findet sich ein fünfzehnminütiger, selbstgedrehter Film über Freizeitmöglichkeiten in den beiden Nationalparks, je ein Interview mit einem deutschen und einem amerikanischen Ranger sowie das Herzstück der Ausstellung: ein selbstgebautes Relief, welches das Yosemite-Valley darstellt. Selbst Kinder kommen in der Kinderecke auf ihre Kosten.

Insgesamt haben an der Planung, Organisation sowie der Umsetzung 13 Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden und deren Projektleiter Herr Hornung mitgewirkt. Wir, das P-Seminar „Yosemite meets Berchtesgaden“ möchten euch ganz herzlich einladen, selbst die Ausstellung im Haus der Berge zu erkunden. Ihr findet sie noch bis Ende Januar im oberen Foyer. Viel Spaß!

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420 Berchtesgadener Schülerinnen und Schüler erkundeten den Nationalpark

Die Themen waren vielfältig: Rückkehr der großen Beutegreifer, Nutzungskonflikte im Nationalpark, Zeitreise im Wimbachtal, ein Besuch beim „König der Lüfte“ im Klausbachtal und viele weitere Exkursionen: 420 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden besuchten kürzlich beim zweiten „Nationalpark-Projekttag“ den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. In 17 verschiedenen Programmen für die Unter-, Mittel- und Oberstufe stellten Nationalpark-Mitarbeiter den Nationalpark mit seinen vielseitigen Aufgaben sowie seiner Tier- und Pflanzenwelt vor.

„Das große Interesse und die fleißige Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler haben mich wirklich überrascht“, freut sich Nationalpark-Ranger Dominik Joosten, der im Bildungszentrum „Haus der Berge“ über die Rückkehr von Bär, Wolf und Luchs informierte. Auch die Mittelstufe war bei Exkursionen im Klausbachtal, Wimbachtal und auf der Königsbachalm begeistert bei der Sache und beteiligte sich aktiv an den angebotenen Programmen. Einige Teilnehmer der Unterstufe besuchten den Lahnerkaser am Haus der Berge und lernten das typische Almleben kennen. Im Bildungszentrum stellten sie sogar ihren eigenen Käse her. Andere begaben sich trotz der Kälte auf die Suche nach Wassertierchen im Wimbach und lernten so Rückschlüsse auf die Wasserqualität des Bachs zu ziehen. Alle Schüler durften individuell auswählen, an welchem Programm ihrer Jahrgangsstufe sie teilnehmen wollten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir bereits zum zweiten Mal die Gelegenheit hatten, mit der gesamten Schule den Nationalpark zu besuchen. Schließlich ist das Schutzgebiet ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Heimat“, unterstreicht Schuldirektor Andreas Schöberl die Bedeutung des Projekttages für die Kinder und Jugendlichen aus Berchtesgaden und Umgebung. „Unserem gesamten Kollegium ist es sehr wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler die komplexen ökologischen und kulturellen Zusammenhänge kennenlernen“. Experten aus allen Sachgebieten der Nationalparkverwaltung beteiligten sich an der Umsetzung. Andrea Heiß, Leiterin des Sachgebiets Umweltbildung, freut sich über eine rundum gelungene Veranstaltung: „Rund ein Drittel aller Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung waren in die Organisation und Durchführung des Projekttages eingebunden. Das unterstreicht die große Bedeutung, die auch wir als Nationalparkverwaltung einer intensiven Zusammenarbeit mit den Schulen aus der Umgebung beimessen“.
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