Was passiert eigentlich mit unserem Müll?

Kurz gesagt: Er wird verbrannt! Die AG Umwelt wollte es aber dann doch genauer wissen und unternahm im Juni eine Exkursion ins Müllheizkraftwerk Burgkirchen. Das Kraftwerk, das sich im Landkreis Altötting befindet, verbrennt den Müll von circa 1 Million Menschen aus sieben ober- und niederbayerischen Landkreisen. Unser Müll wird in Winkl auf größere LKW umgeladen, in Freilassing gepresst und auf Waggons gepackt, um dann mit dem Zug nach Burgkirchen transportiert zu werden.

Dort werden pro Jahr über 200.000 Tonnen Müll bei circa 1000 Grad verbrannt. Übrigens: Hier in Burgkirchen brennt der Müll tatsächlich alleine, d.h. ohne die Zugabe von Brennstoffen wie Öl. Der Müll verbrennt aber nicht zur Gänze. Von 1000 kg Müll bleiben 270 kg Reststoffe übrig. Außerdem wird Strom und Wärme gewonnen. Der Strom wird ins Netz eingespeist. Die Wärme wird von einem benachbarten Chemieunternehmen und von einem Schwimmbad genutzt. Von den 270 kg Reststoffen die übrig bleiben, sind lediglich 32 kg so belastet, dass man sie unterirdisch in Bergwerken lagern muss. Die übrigen Reststoffe werden wieder verwertet z.B. im Straßenbau oder im Winter-Streudienst.

Wir wollten auch wissen, wie es mit den Emissionen aussieht. Natürlich entsteht eine große Menge des klimaschädlichen CO2 sowie weitere – zum Teil giftige - Stoffe. Diese werden aber mit modernen Filter- und Reinigungsanlagen soweit aus dem Abgas entfernt, dass sie die vorgegebenen Grenzwerte sehr weit unterschreiten.

Man mag es kaum glauben, aber unseren Müll in einer Anlage zu verbrennen und die daraus entstehende Wärme zu nutzen ist wesentlich klimafreundlicher als diesen in Deponien zu lagern. Denn während der Lagerung entsteht bei der Vergärung von biologisch abbaubaren Abfällen das noch klimaschädlichere Methangas. Auch wenn wir das Glück haben, in unserer Nähe ein so effizientes Müllheizkraftwerk zu haben, verbraucht Müll trotzdem jede große Menge an Ressourcen und produziert CO2. Darum ist es wichtig, so wenig Müll wie möglich zu verursachen. Wie das geht, findet ihr unter unserem aktuellen AG Umwelt-Tipp.

weiterlesen ...

Die AG Umwelt schlägt vor!…

Hier wieder einmal ein Tipp der AG Umwelt! Bei unserem Besuch im Müllheizkraftwerk Burgkirchen (den Beitrag über unseren Besuch findet ihr hier) ist uns wieder einmal aufgefallen, wie viel Müll wir eigentlich alle produzieren. Deshalb möchten wir euch diesmal ein paar einfache, leicht nachzumachende Tipps dazu geben:
  • Verwendet wieder befüllbare Wasser- bzw. Trinkflaschen! Und wenn ihr doch mal was kaufen müsst oder wollt, dann achtet doch einfach auf „echtes“ Mehrweg. Das erkennt ihr am Mehrwegzeichen im Titelbild.
  • Wickelt euer Pausenbrot ins klassische Butterpapier ein anstatt in Alu- oder Plastikfolie!
  • Verwendet eine Brotzeitbox anstelle einer Plastiktüte!
  • Achtet beim Einkauf darauf, dass das Produkt nicht unnötigerweise mehrfach eingepackt ist! (Das kommt oft bei Kleinpackungen vor).

Aus alt mach neu

Man kann aber nicht nur Müll vermeiden, sondern Konsumgüter auch langlebiger machen. Upcycling heißt das „Zauberwort“. Es geht darum, Güter nicht einfach wegzuwerfen, sondern sie zu reparieren oder für etwas Anderes – „Neues“ – wieder zu verwenden. Z.B. Taschen aus alten Säcken oder Planen, neue Möbel aus alten Brettern oder Paletten usw. Außerdem liegt ihr mit upgeyceltem Zeug absolut im Trend! Wusstet ihr außerdem, dass beinahe drei Viertel aller Deutschen ihre defekten Gegenstände gerne reparieren lassen oder selbst reparieren würden? Allerdings ist das oft nicht möglich, weil die Produkte von vielen Herstellern schon zum Wegwerfen entwickelt wurden. Z.B. sind Ersatzteile gar nicht verfügbar oder so teuer, dass es sich vermeintlich gar nicht auszahlt, das Teil zu reparieren. Wie ihr euch dem widersetzen könnt, lest ihr in den folgenden Beiträgen:
weiterlesen ...

P-Seminarpreis

Berchtesgaden – Elf Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs organisierten im Rahmen eines P-Seminars die Zusammenarbeit mit der Firma »psm-protech« von Irene Wagner. Dabei ging es darum, die Abfälle der Feinmechanikfirma möglichst umweltschonend und effizient zu recyceln. Die Arbeit der Q 12 fand beim Kultusministerium hohe Anerkennung und wurde mit einem oberbayerischen Landespreis honoriert. Am letzten Freitag würdigte der Ministerialbeauftragte Oberstudiendirektor Richard Rühl die Leistung der Q 12, die ihre erfolgreiche Arbeit wie schon sechs Wochen zuvor vorgetragen hat. Nachdem Schulleiter Andreas Schöberl in Verbindung mit den ebenfalls beteiligten Vertretern des Schülerforschungszentrums Berchtesgadener Land an die Firma »psm-protech« den Antrag auf Wiederholung derartiger Seminare gestellt hat, signalisierte Firmenchefin Irene Wagner ihre Zustimmung. Ziel derartiger Seminare ist auch, Nachwuchs für die Firmen zu gewinnen. Folgende Schüler waren an der erfolgreichen Arbeit beteiligt: Lukas Brandner, Matthias Brandner, Simon Grießer, Katharina Hesselbach, Anastasia Immermann, Mateo Jukic, Thomas Moderegger, Kathrin Renoth, Luca Schütz, Patrick Vietze, Cevin Wechslinger.
Quelle: Berchtesgadener Anzeiger
weiterlesen ...
Diesen RSS-Feed abonnieren

Log in

Konto erstellen