Gemeinschaftsprojekt „JENNERbegeistert!“ - Schülerforschungszentrum, Gymnasium und Schnitzschule arbeiten Hand in Hand

Die Berchtesgadener Bergbahn AG wünscht sich Besonderheiten auch für Kinder und Jugendliche, die im Einklang mit der den Jenner umgebenden Natur stehen. Dazu sollen einzelne attraktive Exponate erstellt werden. Die Umsetzung übernehmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden und der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei im Rahmen eines sogenannten TheoPrax-Projektes. Die Koordination übernimmt das Schülerforschungszentrum, die anfallenden Kosten trägt die Jennerbahn. Mit Werkstücken bepackt und einer gut vorbereiteten Präsentation stellten die Elftklassler des P-Seminars „MINTbegeistert“ unter der Leitung von Studiendirektor Martin Hofreiter dem Vorstand der Jennerbahn, Franz Moderegger, ihre insgesamt 15 Exponatideen vor. Mit dabei waren Jürgen Gasteiger, Fachlehrer an der Schnitzschule, Thomas Hettegger, Jennerbahn-Gastronom und Berchtesgadener Advent-Geschäftsführer, sowie das Team des Schülerforschungszentrums. Nach einer interessanten Diskussion mit Abwägung der Vor- und Nachteile der einzelnen Ideen kamen für die Jennerbahn vier Ideen in die engere Auswahl. So die „Sagenbänke“, die beim Hinsetzen dem „Be-Sitzer” beispielsweise eine Sage zur Berchtesgadener Bergwelt erzählen, oder auch die Spiegelillusion „Schneller Abstieg“. Nächste Aufgabe der Gymnasiasten ist es nun, diese Ideen auszuarbeiten, Zeichnungen und Modelle anzufertigen und die Gestehungskosten zu ermitteln. Dies passiert gemeinsam mit Fachlehrer Jürgen Gasteiger von der Holzfachschule für Schnitzerei und Schreinerei und den Schülerinnen und Schüler seiner Schreinerklasse, welche auch ihre Expertise und ihre Arbeitskraft für die handwerkliche Umsetzung beisteuern. Mehrere Vorbesprechungen, eine Fahrt auf den Jenner und eine viertägige Exkursion der Gymnasiasten nach Baden-Württemberg gingen der jetzigen Zusammenkunft voran. Zur Ideenfindung besuchte die Gruppe unter anderem das Erfahrungsfeld der Sinne „Eins und Alles“ bei Welzheim, die optischen Phänomene in „Lingelbachs Scheune“ in Abtsgmünd und Deutschlands größtes Science Center „Experimenta“ in Heilbronn. Außerdem erhielten die Elftklassler eine Werksführung bei Audi in Neckarsulm und absolvierten im „Explorhino“ in Aalen ein mehrstündiges Planspiel zum Thema Projektmanagement. TheoPrax ist eine vom Fraunhofer-Institut entwickelte Lehr-Lern-Methodik, bei der durch die Bearbeitung realer Projekte mit Firmen die Lernwirksamkeit gesteigert wird. Selbst erforschen, wie etwas geht, und sich darüber freuen, wenn ein Problem geknackt wurde, führt zu gut ausgebildetem Nachwuchs mit hohem Kreativitätspotential. Das Berchtesgadener Schülerforschungszentrum ist eines von 22 TheoPrax-Kommunikationszentren bundesweit. Firmen, die auch Interesse haben mit einer Schülergruppe ein eigenes kleines Projekt zu verwirklichen, können sich an die TheoPrax-Beauftragte des Schülerforschungszentrums Petra Moderegger wenden.
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Forschen mit Top-Wissenschaftlern am Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land

Vom 08.-12. Juli 2019 fand die dritte MINT Akademie statt. 58 Jugendliche der Euregio Berchtesgaden-Traunstein-Salzburg nützten in diesem Jahr die Gelegenheit, eine Woche mit Gleichgesinnten wissenschaftlich zu arbeiten. Josefa Hölzl, Mona Dötterl, Max Hohbach, Sarah Zeisler, Maria Rasp und Antonia Voss vom Gymnasium Berchtesgaden waren mit Begeisterung dabei.

Wissenschaftler vom Max-Planck Institut in Dresden, der TU München, der Uni Erlangen, der FH Salzburg und weiteren Institutionen betreuten die 8 Arbeitsgruppen und standen unterstützend zur Seite. Einblicke in die wissenschaftliche Forschungstätigkeit bieten, eigenverantwortliches Arbeiten sowie die Präsentation von Ergebnissen erlernen waren dabei die Ziele in den Projektgruppen: Die Arbeitsgruppe Mathematik beschäftigte sich mit Fraktalen, welche bei der Beschreibung von natürlichen Strukturen wie Pflanzen, Wetterphänomenen aber auch schwankenden Aktienkursen Verwendung finden. Wie Hackerangriffe funktionieren, das heißt Passwörter geklaut, Emails mitgelesen oder gar der ganze Computer übernommen wird und wie man sich vor einem solchen Angriff schützt, wurde in der Informatik-Gruppe behandelt. Laktoseintolerant oder nicht, das konnten die Teilnehmer der Gruppe Biologie I anhand einer DNA-Analyse herausfinden. Daneben lernten sie Methoden zur Wiedergewinnung des Enzyms Laktase kennen. Dieses wird benutzt, um laktosefreie Milchprodukte herzustellen. Die Gruppe Biologie II beschäftigte sich mit Rauhfußhühnern und deren Bedeutung für die Ökologie. Sie stellten zudem durch genetische Untersuchung von Kotproben den Gesundheitszustand der Population des Nationalparks Berchtesgaden fest. Bunt ging es in der Chemie zu. Hier wurden Komplexe mit verschiedenen Metall-Ionen hergestellt, die sich besonders durch ihre Farbigkeit auszeichnen. Durch Austausch gewisser Moleküle wurde versucht, die Eigenschaften zu verändern. Was Kälte ist, wie man kühlt, die allertiefsten Temperaturen erreicht und wer den kältesten Kühlschrank baut beschäftigte die Arbeitsgruppe Physik. Dabei reichte das Spektrum von der Expansion von Gasen, über Kältemischungen mit Salz bis hin zur Kühlung mit Magneten. Die Jugendlichen der Robotik-Gruppe programmierten einen Roboterarm. Sie konstruierten Bauteile für den Greifarm, druckten diese in 3D und schafften es schließlich, dass der Roboter Guacamole und Zitronenlimonade zubereiten konnte. Für die Geologen unter den Teilnehmern ging es ins Gelände. Sie untersuchten jahrtausend- alte Sedimentschichten und darin enthaltene Pflanzen und Tierreste und rekonstruierten so das Klima in Berchtesgaden in der letzten Eiszeit. Im CVJM Aktivzentrum am Hintersee in der bayerischen Ramsau fanden die jungen Wissenschafter den idealen Ausgleich. Sie wurden dabei von fünf Erlebnispädagogen betreut, die für ein spannendes Programm sorgten. Es gab Sportangebote, Gruppenspiele, Vernetzung und Austausch sowie Raum für individuelle Erholung und persönliche Anliegen. Rasch entwickelten sich Freundschaften und Netzwerke und wer weiß, welche spannenden Ideen vielleicht so geboren wurden.

Der bei der Abschlussveranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllte Saal im AlpenCongress Berchtesgaden bot für Teilnehmer(innen) einen ansprechenden Rahmen, um ihre Ergebnisse professionell in Vorträgen und auf Postern den Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie den stolzen Eltern zu präsentieren. Video-Clips, Cartoons, 3D-Modelle und ganze Kurzfilme begeisterten das Publikum. Zahlreiche Anfragen und Wünsche zu einer erneuten Teilnahme im kommenden Jahr bestätigten die Begeisterung der Teilnehmer(innen) und den Erfolg der MINT Akademie.

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Tage der Mathematik am Schülerforschungszentrum

Am 26. und 27. Juni fanden wieder die Tage der Mathematik am Schülerforschungszentrum statt. Die vierten und füften Klassen waren eingeladen, die Vielfalt und Schönheit der Mathematik in insgesamt 17 Workshops kennenzulernen. Die Fünftklasssler des Gymnasiums Berchtesgaden fertigten in der Werkstatt mathematische Knobelspiele, beschäftigten sich mit der Mathematik im Bienenstock, erkundeten Symmetrien bei chemischen Kristalen oder unternahmen eine Reise zu den Planeten unseres Sonnensystems. Außerdem wurden Spirographen am Rechner gezeichnet, mit dem Lasercutter ausgeschnitten und damit mthematische Kurven gezeichnet. Frau Neuhaus fertigte mit den Schülerinnen uns Schülern mathematische Sterne und Herr Hofreiter erklärte die Mathematik, die nötig ist, um durch eine Postkarte zu steigen."
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Tage der Mathematik in Berchtesgaden - 350 Viert- und Fünftklässler erfahren vielfältigste Facetten der Mathematik

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr gab es im Juni 2018 wieder die Tage der Mathematik am Schülerforschungszentrum und am Gymnasium Berchtesgaden. 350 Schülerinnen und Schüler von vierten und fünften Klassen vieler verschiedener Schulen des Landkreises Berchtesgadener Land erkannten die Vielfältigkeit und die Schönheit der Mathematik. Fast das gesamte SFZ-Team engagierte sich unter der Initiation und Koordination von Oberstudienrat Martin Hofreiter und half zusammen, um an beiden Tage jeweils elf verschiedene praktisch angelegte und auf Schülereigentätigkeit ausgerichtete Workshops Bienenmathematik, Holzmathematik, Spirographen mit dem Lasercutter, Pop-Up-Dodekaeder, Kryptologie, Origami, wie man durch eine Postkarte steigt, Soma-Würfel, Robotersteuerung, Platonische Körper und Symmetrie anbieten zu können. Prof. Dr. Karl Entacher vom Fachbereich Informationstechnologie und Systemmanagement der Fachhochschule Salzburg hielt zum krönenden Abschluss in der Aula des Gymnasiums Berchtesgaden für alle den Vortrag „Mathe bei Schi und Knie“. Dazu kam die gemeinsam vom Pi-Seminar des Gymnasiums Laufen und dem „MINTbegeistert!“-Seminar des Gymnasiums Berchtesgaden gestaltete Sonderausstellung „Hands-On Math“, welche von Pfingsten bis Sommer 2018 mit zahlreichen selbstgebauten Mitmachexponaten zur Mathematik ins SFZ einlädt.
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