Fahrten

Bienvenue en Bretagne!

Vom 8.4. bis zum 15.04.2018 unternahmen wir - 10 SchülerInnen aus der 7. und 8. Klasse des Gymnasiums Berchtesgaden – als fremdsprachige Theatergruppe mit den Lehrerinnen Frau Dr. Schmidt und Frau Neuhaus des Gymnasiums Berchtesgaden eine Fahrt der besonderen Art in die westfranzösische Region Bretagne, um im kleinen Küstenstädtchen Cancale am internationalen Theaterfestival „Clef de Sol“ teilzunehmen. Über ein halbes Jahr lang hatte wir viel Zeit und Energie investiert, um als kreativen Beitrag ein kleines französisches Theaterstück selbst zu schreiben. Doch der Arbeitsaufwand hat sich gelohnt! Thematisch haben wir uns für den Konflikt zwischen einer armen arabischen Flüchtlingsfamilie und einer reichen ausländerfeindlichen deutschen Familie entschieden, die am Ende merken, dass Diskriminierung oft Vieles verkompliziert und es im Endeffekt auf wahre Begegnung und Freundschaft ankommt, wo jeder gleich viel wert ist.

Diese Erfahrung konnten wir Jugendliche auch gleich praktisch bei der Teilnahme am Festival machen. Außer uns präsentierten Jugendgruppen aus Mazedonien, Moldawien, Ungarn, Russland und Tunesien auf Französisch ihren kulturellen Beitrag, der aus Musik, Theater oder Tanz bestand. Die Botschaft des tunesischen Theaterstücks war z.B. „Mach im Leben keine halben Sachen!“ oder die der Ungarn: „Liebevoller Umgang anstelle von technischer Perfektion zählt manchmal mehr.“

Obwohl wir die jüngsten Teilnehmer und unsere Sprachkenntnisse sehr unterschiedlich waren, verstanden wir uns auf Anhieb sehr gut mit den anderen Jugendlichen unterschiedlicher Nationalitäten, mit denen wir viel Zeit verbrachten, z.B. auch bei Sport und Spiel oder bei unserem gemeinsamen Ausflug zum Klosterberg Mont St Michel, der zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Am Ende des Festivals bekam jede Gruppe während des groß angelegten Empfangs beim Bürgermeister von Cancale als Wertschätzung feierlich einen Pokal in Form eines Notenschlüssels, -sinnbildend für alle schönen Künste (Theater, Musik, Tanz)- überreicht und jeder Teilnehmer eine besondere Urkunde. Vor dem Empfang fand eine große Parade in traditioneller Tracht einer jeden Gruppe vom Hafen bis zum Rathaus statt, angeführt von zwei bretonischen Folkloregruppen, die für eine wunderbare musikalische und tänzerische Umrahmung sorgten. Aufgrund der Tatsache, dass wir in französischen Gastfamilien untergebracht waren, hatten wir die Gelegenheit, auch das Alltagsleben in (Nordwest)Frankreich kennenzulernen. Vor allem kulinarische Entdeckungen kamen nicht zu kurz : Von Austern über Crêpes bis hin zu Muscheln war so Mancherlei dabei. Eine Woche später mussten wir aber leider auch schon Abschied von der Bretagne und unseren neuen Bekannten und Freunden nehmen. Wir blicken auf eine außergewöhnlich positive und lehrreiche Theaterfahrt in die Bretagne zurück, die uns nun voller Überzeugung sagen lässt: mit ein bisschen Offenheit und Toleranz können interkulturelle Begegnungen ganz einfach und bereichernd sein!

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