Fahrten

LOTA-Kulturreise nach Nürnberg und Regensburg

Für sechs Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, die allesamt letztes Jahr am schulinternen Sprachenwettbewerb „Lord of the arts“ (LOTA) teilgenommen hatten, ergab sich auf Organisation von Schulleiter Andreas Schöberl und Frau Eichinger die Möglichkeit, vom 25. bis 27. September 2019 eine Kulturreise nach Nürnberg und Regensburg zu unternehmen. Bereits im vergangenen Schuljahr hatten die Schüler mit ihren Projekten für LOTA die gesamte Jury beeindruckt. Das frei wählbare Themenfeld der Projekte erstreckte sich von selbst geschriebenen Radiobeiträgen bis hin zu einem ganzen Stilratgeber, der im Zuge einer Modenschau präsentiert wurde. Da alle Teilnehmer tolle Arbeit geleistet und ihre Projekte zum Abschluss gebracht hatten, fiel dem Komitee die Bewertung sehr schwer, was schließlich zu dem Entschluss, für alle Teilnehmer eine Kulturreise zu veranstalten, führte.

Mit einem Kleinbus ging es am Mittwochmorgen los nach Nürnberg. Dort angekommen, hatten die Schüler Gelegenheit, die Nürnberger Altstadt selbst zu erkunden, bevor sie an einer Führung im Historischen Kunstbunker teilnahmen. Der Kunstbunker liegt direkt unter der Nürnberger Kaiserburg in einem alten Kellergewölbe und wurde kurz nach Beginn des 2. Weltkrieges als Kunstdepot von den Nationalsozialisten geschaffen. Während des Krieges waren dort bedeutsame Artefakte wie zum Beispiel die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches eingelagert, wo sie - anders als große Teile der Nürnberger Altstadt - den Krieg unbeschadet überstanden. Aus diesen gleich in zweierlei Hinsicht düsteren Räumen ging es weiter zum Abendessen und danach zur heiteren Abendveranstaltung - ein Poetry Slam im Kulturzentrum „Südpunkt“ stand auf dem Programm. Das gebotene Wortgefecht mit anschließender Siegerehrung begeisterte nicht nur die Teilnehmer der Exkursion, sondern auch alle anderen 250 Anwesenden.

Nach dem Frühstück im Hotel nahmen die Schüler die Fahrt nach Regensburg auf sich. Dort angekommen, führte Frau Eichinger die Gruppe durch die Regensburger Innenstadt mit den vielen Geschäften und alten Gebäuden. Im Vergleich zu Nürnberg wurde Regensburg im 2. Weltkrieg nämlich deutlich weniger stark beschädigt, weshalb bis heute noch viele mittelalterliche Häuser stehen. Nach dem Abendessen durften die Schüler im „Theater am Haidplatz“ einer Aufführung des Schauspiels „Am Königsweg“ der österreichischen Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek beiwohnen. Unmittelbar nach Ende der Vorstellung konnten die Teilnehmer noch das Lichtspektakel am Regensburger Dom bewundern, der zur Zeit anlässlich des 150. Jubiläums der Türme mit Scheinwerfern bunt angestrahlt wird. Zeitgleich zur Illumination laufen Musik und Erzählungen über die Geschichte des Doms. Der anschließende Aufenthalt in einer der zahlreichen Regensburger Bars eignete sich hervorragend, um sich noch über das Theaterstück und die Lichtshow auszutauschen und den Abend ausklingen zu lassen.

Ausgeschlafen stand am Freitagvormittag der letzte Programmpunkt an: eine Stadtführung mit dem Motto „Grüß Gott, Salam, Schalom“. Thema war das Zusammenleben der drei Religionen Christentum, Judentum und Islam in Regensburg. Die Führerin wusste von der Existenz eines jüdischen Viertels in Regensburg, das auf Beschluss des Rates der Stadt Regensburg 1519 dem Erdboden gleichgemacht wurde, genauso zu berichten wie vom Bau der neuen Synagoge unweit der Altstadt. Heute leben die drei Religionen in Regensburg friedlich zusammen. Nachdem die Schüler noch Gelegenheit hatten, den Dom von innen zu erkunden, trat die Gruppe die Heimfahrt nach Berchtesgaden an, wo sie gegen 16 Uhr eintraf. Der besondere Dank aller Teilnehmer gilt Herrn Schöberl und Frau Eichinger, die diese großartige Kulturreise organisiert haben.

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