Fahrten

Gastfreundlichkeit, Schönheit und Lebensfreude - Schüleraustausch Spanien 2021

 

„Nach Sevilla, nach Sevilla,

wo die letzten Häuser stehen,

sich die Nachbarn freundlich grüßen,

Mädchen aus dem Fenster sehn,

Ihre Blumen zu begießen:

Ach, da sehnt mein Herz sich hin!“

(2. Strophe aus ‚Nach Sevilla, Nach Sevilla‘ von Clemens Berenato)

 

 

Unserer Meinung nach beschreibt der Lyriker mit seinen Worten genau das, was Spanien und die andalusische Landeshauptstadt verkörpert: Gastfreundlichkeit, Schönheit und Lebensfreude.

Nach einem langen Reisetag kamen wir am Montag, dem 22. November endlich in Cantillana- unserem Heimatort für die nächsten sieben Tage-an. Wir wurden herzlichst von unseren Gastfamilien in der örtlichen Schule empfangen und ab diesem Moment war klar, dass das Abenteuer richtig begonnen hat.

Nachdem wir die erste Nacht in unseren Gastfamilien alle gut überstanden hatten, ging es für uns mit unseren Austauschpartnern mit in die Schule, wo wir eine Einführung über Spanien, Andalusien und natürlich Cantillana bekamen. Nach einem typisch spanischen Frühstück wurde uns die Stadt gezeigt. Unser Tourguide wusste viel über die Geschichte der Stadt, wir wurden sogar in das Rathaus und zu einer Radioshow eingeladen. Dann machten wir einen Spaziergang durch die schöne Landschaft Cantillanas, bewunderten die Orangen- und Mandarinen Haine und durften sogar welche probieren. Unseren ersten gemeinsamen Abend verbrachten wir in einem Landhaus und tanzten ausgiebig zur spanischen Musik. 

Die meiste Zeit des Austausches verbrachten wir wohl in Sevilla, worüber man sich definitiv nicht beschweren konnte. Die berühmte Kathedrale mit der beigefügten Giralda raubte allen den Atem-wortwörtlich, da der Glockenturm stolze 98 Meter hoch ist und man ihn über Rampen statt Stufen erklimmen muss. Der Aufwand hat sich aber eindeutig gelohnt, da wir die Stadt in ihrer ganzen Pracht sehen konnten.

Durch die typisch spanischen Gassen, mit ihren bunt verzierten, aus der Zeit der Araber inspirierten Fensterläden, ging es zuletzt noch zur Besichtigung des Alcázars von Sevilla. In den Palästen ist die geschichtliche Entwicklung des Landes zu erkennen, es verschmelzen der arabische Architekturstil mit den Stilen des Spätmittelalters, der Renaissance und des Barock. Doch das war nicht das Einzige, das wir in Sevilla besichtigten. Ein Besuch im Museum de Bellas Artes durfte nicht fehlen sowie die Stierkampfarena ‚Plaza de Toros’. Auch besuchten wir eine Flamenco-Show, die Seele Andalusiens, und bestaunten die passionierten Tänzer zur spanischen Musik.

Natürlich gibt es auch noch andere schöne Städte wie Córdoba, Carmona und Cádiz.

Über die ‚Puente Romano‘, eine sehr große und eindrucksvolle, aus der Römerzeit erhaltene Brücke, ging es in das Stadtzentrum von Córdoba. Nach der Besichtigung der ‚Alcazar de los Reyes Cristianos‘, einem faszinierenden Anwesen der ehemaligen Könige Ferdinand und Isabell, führte unser Weg durch die kleinen Gässchen bis zu der ‚Mezquita-Catedral‘. Die zweitgrößte Kathedrale nach dem Vatikan, welche erstmals von den Römern, dann von Muslimen und letztendlich von den Christen gebaut und fertiggestellt wurde, beinhaltet viele unterschiedliche Stile der Architektur.

Die Historie Spaniens begleitete uns auch bis Carmona.

Der ‘Alcazar de la Puerta de Sevilla’ wurde in den verschiedenen Baustilen errichtet. Den muslimischen konnte man gut mit dem christlichen unterscheiden, durch die runderen, geschmeidigeren Formen. Die Torbögen der ‘Burg’ wurden verziert und oft wurden diese dann rot-weiß angemalt, die christlichen hingegen wurden schlichter und einfacher gehalten. 

Nach den weiten Landschaften Andalusiens sehnten wir uns ans Meer.

Cádiz, ein beliebtes Reiseziel der Spanier im Sommer und wohl die älteste bewohnte Stadt in Europa. Dort befindet sich das erste Amphitheater der Römer auf der iberischen Halbinsel, welches wir uns nicht entgehen ließen. 

Trotz viel Programm hatten wir immer schöne Abende gemeinsam mit unseren Gastfamilien und Austauschpartnern. Wir machten unzählige Freunde und schlossen einander und Spanien ins Herz. Umso größer ist die Freude, wenn sie uns im Februar voraussichtlich besuchen kommen.

Bedanken möchten wir uns beim Bayerischen Jugendring, über den wir eine Zuwendung aus dem Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung erhalten haben. Nicht zuletzt auch ein herzliches Dankeschön an Frau Moser und Herrn Hornung, die uns diese Fahrt trotz aller widrigen Umstände ermöglichten.

 

Viktoria Jost (10b)

 

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