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Forschen mit Top-Wissenschaftlern am Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land

Vom 08.-12. Juli 2019 fand die dritte MINT Akademie statt. 58 Jugendliche der Euregio Berchtesgaden-Traunstein-Salzburg nützten in diesem Jahr die Gelegenheit, eine Woche mit Gleichgesinnten wissenschaftlich zu arbeiten. Josefa Hölzl, Mona Dötterl, Max Hohbach, Sarah Zeisler, Maria Rasp und Antonia Voss vom Gymnasium Berchtesgaden waren mit Begeisterung dabei.

Wissenschaftler vom Max-Planck Institut in Dresden, der TU München, der Uni Erlangen, der FH Salzburg und weiteren Institutionen betreuten die 8 Arbeitsgruppen und standen unterstützend zur Seite. Einblicke in die wissenschaftliche Forschungstätigkeit bieten, eigenverantwortliches Arbeiten sowie die Präsentation von Ergebnissen erlernen waren dabei die Ziele in den Projektgruppen: Die Arbeitsgruppe Mathematik beschäftigte sich mit Fraktalen, welche bei der Beschreibung von natürlichen Strukturen wie Pflanzen, Wetterphänomenen aber auch schwankenden Aktienkursen Verwendung finden. Wie Hackerangriffe funktionieren, das heißt Passwörter geklaut, Emails mitgelesen oder gar der ganze Computer übernommen wird und wie man sich vor einem solchen Angriff schützt, wurde in der Informatik-Gruppe behandelt. Laktoseintolerant oder nicht, das konnten die Teilnehmer der Gruppe Biologie I anhand einer DNA-Analyse herausfinden. Daneben lernten sie Methoden zur Wiedergewinnung des Enzyms Laktase kennen. Dieses wird benutzt, um laktosefreie Milchprodukte herzustellen. Die Gruppe Biologie II beschäftigte sich mit Rauhfußhühnern und deren Bedeutung für die Ökologie. Sie stellten zudem durch genetische Untersuchung von Kotproben den Gesundheitszustand der Population des Nationalparks Berchtesgaden fest. Bunt ging es in der Chemie zu. Hier wurden Komplexe mit verschiedenen Metall-Ionen hergestellt, die sich besonders durch ihre Farbigkeit auszeichnen. Durch Austausch gewisser Moleküle wurde versucht, die Eigenschaften zu verändern. Was Kälte ist, wie man kühlt, die allertiefsten Temperaturen erreicht und wer den kältesten Kühlschrank baut beschäftigte die Arbeitsgruppe Physik. Dabei reichte das Spektrum von der Expansion von Gasen, über Kältemischungen mit Salz bis hin zur Kühlung mit Magneten. Die Jugendlichen der Robotik-Gruppe programmierten einen Roboterarm. Sie konstruierten Bauteile für den Greifarm, druckten diese in 3D und schafften es schließlich, dass der Roboter Guacamole und Zitronenlimonade zubereiten konnte. Für die Geologen unter den Teilnehmern ging es ins Gelände. Sie untersuchten jahrtausend- alte Sedimentschichten und darin enthaltene Pflanzen und Tierreste und rekonstruierten so das Klima in Berchtesgaden in der letzten Eiszeit. Im CVJM Aktivzentrum am Hintersee in der bayerischen Ramsau fanden die jungen Wissenschafter den idealen Ausgleich. Sie wurden dabei von fünf Erlebnispädagogen betreut, die für ein spannendes Programm sorgten. Es gab Sportangebote, Gruppenspiele, Vernetzung und Austausch sowie Raum für individuelle Erholung und persönliche Anliegen. Rasch entwickelten sich Freundschaften und Netzwerke und wer weiß, welche spannenden Ideen vielleicht so geboren wurden.

Der bei der Abschlussveranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllte Saal im AlpenCongress Berchtesgaden bot für Teilnehmer(innen) einen ansprechenden Rahmen, um ihre Ergebnisse professionell in Vorträgen und auf Postern den Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie den stolzen Eltern zu präsentieren. Video-Clips, Cartoons, 3D-Modelle und ganze Kurzfilme begeisterten das Publikum. Zahlreiche Anfragen und Wünsche zu einer erneuten Teilnahme im kommenden Jahr bestätigten die Begeisterung der Teilnehmer(innen) und den Erfolg der MINT Akademie.

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