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P-Seminar des Gymnasiums besucht Grundschule virtuell

„1..,2..,3.., aufpassen!“, eine Schülerin des Gymnasiums Berchtesgaden hält ihre Hand unter den Wasserhahn und nimmt daraufhin eine Art „Schaum“ aus Methan (ein leicht entzündbares Gas) und Seifengemisch in die Hand. Als eine Klassenkameradin diesen Schaum anzündet, folgt nicht nur eine gigantische Flamme, sondern auch, um ein paar Sekunden verzögert. Applaus. Denn die Schüler*innen der Klasse 3c aus der Grundschule Bischofswiesen sind über die Plattform „Microsoft Teams“ live dabei und fordern sofort eine Zugabe. Eigentlich war geplant, dass das P-Seminar „Minti-Lab“ die Grundschule besucht und mit den Grundschülern vor Ort naturwissenschaftliche Experimente durchführt. Wegen der Corona-Maßnahmen musste das P-Seminar auf den Besuch in den Klassen verzichten und auf eine kontaktlose Videokonferenz zurückgreifen. Doch das minderte nicht die Begeisterung der Grundschüler, die eifrig Fragen stellten und alles ganz genau wissen wollten. Etwa warum die Hand nicht durch die Flamme verletzt wurde, wo denn dieses Methan herkommt und ob man das nicht auch daheim machen könnte. Da so ein Experiment natürlich nicht daheim nachzuahmen ist, hatte sich das P-Seminar, unter der Leitung des Lehrers Wolfgang Ostertag, einen Versuch überlegt, den jedes Kind für sich selber durchführen konnte. Dazu brauchten sie nicht mehr als ein Teelicht, einen mit gefärbtem Wasser gefüllten Teller, ein Glas und ein Feuerzeug. Nach der Anleitung, die zwei Gymnasiastinnen über MS Teams erklärten, färbten die Schüler das Wasser rot, damit der Effekt deutlicher würde und zündeten das Teelicht an, das in das Wasser gestellt wurde. Unter der Aufsicht der Grundschullehrerin Daniela Frank stülpten sie das Glas über die Kerze und beobachteten, was passiert. Die Flamme erlosch, das Wasser wurde in das Glas gezogen und stieg nach oben. Die Kinder stellten Vermutungen an, warum dies so sei. Die vorher durch die Kerze erwärmte Luft wird wieder kalt, wenn die Flamme auf Grund von Sauerstoffmangel ausgeht. Sie braucht weniger Platz und so verringert sich der Luftdruck. Der Luftdruck außerhalb des Glases und der Luftdruck im Glas gleichen sich aus, deshalb strömt Wasser ins Glas, bis der Luftdruck ausgeglichen ist. Für die Adventszeit sind, ähnlich wie bei einem Adventskalender, wöchentlich neue Versuche für und mit den Schüler*innen geplant. So können sich die Kinder zum Beispiel auf „springende Flammen“ und „fliegende Teebeutel“, die von anderen Gruppen des Seminars vorbereitet wurden, freuen.

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