Französischsprachiges Theater in Salzburg
„Warten und hoffen“ – französischsprachiges Theater in Salzburg
Am 23. Januar 2026 besuchte das Théâtre du Héron mit einer französischsprachigen Inszenierung von Alexandre Dumas’ Roman „Der Graf von Monte Christo“ („Le comte de Monte-Cristo“) das Kleine Theater Salzburg. Die Aufführung richtete sich unter anderem an die Französischlernenden der 11. Klassen sowie des Oberstufenkurses Französisch des Gymnasiums Berchtesgaden, die den Roman zuvor im Unterricht behandelt hatten.
Im Mittelpunkt des Stücks stand der Leitsatz „Warten und hoffen“, der Edmond Dantès während seiner Gefangenschaft am Leben hält. Durch die Aufführung wurde deutlich, wie aktuell und lebendig ein klassischer Roman auch heute noch sein kann.
Die Inszenierung war sehr minimalistisch gehalten: Es gab nur wenige Requisiten und ein schlichtes Bühnenbild. Die Schauspieler übernahmen mehrere Rollen und wechselten diese schnell und überzeugend. Durch gezielte Gestik, Mimik und Sprache entstanden unterschiedliche Figuren und Situationen. Immer wieder wurde das Spiel durch Gesang ergänzt, der die Stimmung verstärkte und dem Stück eine besondere Atmosphäre verlieh.
Erzählt wird die Geschichte von Edmond Dantès, der unschuldig verraten und im Gefängnis des Château d’If eingesperrt wird. Dort verliert er alles, was ihm wichtig ist. Statt jedoch zu verzweifeln, lernt er, geduldig zu bleiben und an seine Zukunft zu glauben. Aus dieser Haltung entsteht später der Graf von Monte Christo, der zwischen Gerechtigkeit und Rache hin- und hergerissen ist.
Insgesamt hat uns der Theaterbesuch sehr gut gefallen. Es war interessant, den Roman aus dem Unterricht einmal auf der Bühne zu sehen und ihn so neu zu erleben. Trotz der französischen Sprache konnten wir der Handlung gut folgen, was vor allem an der klaren Inszenierung und dem überzeugenden Spiel der Schauspieler lag. Die Inszenierung regte zum Nachdenken an, vor allem über den Umgang mit Unrecht. Sehnt man sich nach Vergeltung oder kann man – vielleicht auch erst nach langer Zeit – vergeben? Gerade dieses Themen macht das Werk auch für junge Menschen heute noch relevant.
Von Mari Eger, Johanna Lenz und Marlene Dinter (Q 11)








