Argelès-sur-Mer, Frankreich
Mein 10. Schuljahr begann ich hochsommerlich in Argelès-sur-Mer, Südfrankreich. Argelès liegt fast so nah an der spanischen Grenze, wie wir hier an der Österreichischen. Am letzten Ferienfreitag flog ich nach Barcelona, wo mich meine französische Gastfamilie herzlich empfing und mich mit zu sich nach Frankreich nahm.
Meine Gastfamilie lebt etwas abseits ihres Dorfes auf einem großen Grundstück in einem Haus, in dem auch ihre Großeltern leben. Bei den Großeltern haben wir nur französisch gesprochen, sonst liefen unsere Unterhaltungen meist auf Englisch und manchmal auf Französisch. Und ab und zu hat uns Angèles Vater sogar mit ein paar Sätzen auf Deutsch überrascht. Abends beim Kochen lief immer Musik in der Küche und wir haben oft dazu getanzt. In meiner Gastfamilie spielt zudem Rugby eine große Rolle, wie überall in der Region. Angèles Schwester war mit ihrer Rugby-Mannschaft jedes Wochenende auf einem anderen Turnier.
An den Schultagen sind wir früh aufgestanden, haben zusammen gefrühstückt und wurden entweder von Angèles Eltern in die Schule gebracht oder von einer Freundin die knappe halbe Stunde Fahrt mitgenommen. Die Schule fängt in Argelès etwas später an als bei uns und eine Schulstunde dauert 55 Minuten. Nach vier Stunden Unterricht ist Mittagspause. Alle Schüler gehen zum Mittagessen in die Kantine, wo es eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten gibt. Danach hatten Angèle und ich meistens noch einmal vier Stunden Unterricht, den ich fast in allen Fächern in ihrer Klasse besuchte. Um 17:40 Uhr ging es dann endlich nach Hause. Trotz der langen Schultage haben die französischen Schüler oft noch richtig viele Hausaufgaben auf. Ich habe in dieser Zeit meine eigenen Sachen erledigt, habe mit ihrer Schwester gespielt, war im Pool oder habe beim Abendessen herrichten geholfen. Nach dem späten Abendessen haben wir oft noch etwas gespielt oder nett beisammengesessen.
Der Mittwoch ist in Frankreich für die meisten Schüler der Tag, an dem sie ihren Hobbies nachgehen, da an diesem Tag nachmittags keine Schule mehr ist. Ich habe Angèle jeden Mittwoch zum Judo begleitet. An den Wochenenden hatten wir dann deutlich mehr Zeit und wir haben mehrere Ausflüge gemacht. Zum Beispiel sind wir gemeinsam entlang der Küste in einen kleinen Ort spaziert. Diesen haben wir uns angeschaut, gepicknickt und waren anschließend im Meer baden. Oft sind wir auch in den Jugendtreff in ihrem Ort gegangen und haben gemeinsam mit anderen Jugendlichen gespielt und Filme geschaut. Es war schön, Perpignan, die nächst größere Stadt, zu besichtigen und dort ein Museum zu besuchen und zu shoppen. Natürlich haben wir auch Crêpes gegessen, die wir bei der besten Freundin meiner Austauschpartnerin selbst gemacht haben und noch ein lustigen Spieleabend hatten. Meinen letzten Tag haben wir gemeinsam im Garten und rund ums Haus verbracht und wir haben abends ein letztes mal gemeinsam gespielt. Am nächsten Morgen habe ich mich von ihren Großeltern, ihrem Vater und ihrer Schwester verabschiedet und Angèle und ihre Mama haben mich nach Barcelona zum Flughafen gebracht. Der Abschied war zum Glück nicht für immer, denn im Dezember durfte ich sie in München am Flughafen in Empfang nehmen. Neben den üblichen Zielen, wie Königssee und Salzbergwerk, konnte sie in dieser Zeit tief eintauchen in die schönen Traditionen vor Weihnachten hier. Am beeindruckendsten waren sicher die Kramperltage, die sie begeistert mitgemacht hat, aber auch ein Rorategottesdienst in der Stiftskirche, der Christkindlmarkt, ein Konzertbesuch in Salzburg und das Plätzchenbacken zu Hause.
Wir haben nachgeschaut und herausgefunden, dass Turin für uns auf der Hälfte des Weges liegt. Ich hoffe sehr, dass wir uns dort eines Tages wieder treffen werden.
Mirjam Schmidt (10a)
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