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Die Advents- und Weihnachtszeit ist musikalisch die schönste Zeit des Jahres. So ist es nicht verwunderlich, dass wir mit dem Schulchor bereits einige Auftritte bis zu den Weihnachtsferien hatten.

Nach dem obligatorischen Schuljahres-Anfangsgottesdienst gingen schon sehr bald die Proben los für das große Weihnachtskonzert in München, das in diesem Jahr am Sonntag direkt vor den Ferien stattgefunden hat.

Bereits am ersten Adventsonntag durften wir zum wiederholten Male die Adventfeier für die Senioren, veranstaltet von der Gemeinde Berchtesgaden, im Panoramarestaurant des Hotel Edelweiß mitgestalten. Eva Friederich erfüllte dazu den Raum mit wunderbaren Harfenklängen. Im Anschluss wurden wir herzlich im Gasthof Neuhaus begrüßt und kulinarisch versorgt. Herzlichen Dank dafür!

Am Ende des Jahres, zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit, feiern wir alljährlich unseren Vorweihnachtsgottesdienst in der Pfarrkirche mit Pater Fidelis und den wunderbaren Ideen unserer Religionsfachschaft und ihrer Schülerinnen und Schüler. Im Anschluss dann die große Weihnachtsfeier in der Aula. Auch hier war der Schulchor traditionsgemäß wieder am Start!

 

Weihnachtskonzert in München

 

„Sei ein Hoffnungslicht“

Schulchor des Gymnasiums auf Konzertreise in München

 

 

„Der Stern geht auf“ – so lautet das alljährliche Motto des großen Weihnachtskonzerts, das der Schulchor des Gymnasiums Berchtesgaden mit seiner musikalischen Leiterin Simone Resch nun schon zum 16. Mal in München mitgestalten durfte. Durch die freundschaftliche Verbundenheit von Orchesterleiter Klaus Ammann und der Musiklehrerin des Gymnasiums dürfen die Chorsängerinnen und Chorsänger, Ehemalige sowie Lehrerkollegen seit vielen Jahren Teil dieser einzigartigen Veranstaltung in der Vorweihnachtszeit sein. Begleitet werden sie in jedem Jahr von Familienmitgliedern, die diese Tradition mitleben und ihre Adventszeit mit diesem Konzert bereichern.

Jahrelang waren die Mitwirkenden und Besucher die vorweihnachtliche Atmosphäre der Kirche St. Maximilian an der Isar gewohnt. Durch intensive Renovierungsarbeiten steht die Kirche für längere Zeit nicht zur Verfügung und es sah sehr danach aus, als ob diese besonders schöne musikalische Tradition damit beendet sein würde. Der doch immense Kraftaufwand, was den Bühnenaufbau im Altarraum inclusive Technik betrifft, ist nicht problemlos in eine andere Kirche übertragbar. Zusätzlich muss der „passende“ Pfarrer gefunden werden, der diese Umbaumaßnahmen in seiner Kirche zulässt.

 

Klaus Ammann, der Gründer und seit über 50 Jahren Leiter des Orchesters ist, wurde zum Glück fündig und so zog das ganze Unternehmen in diesem Jahr in die Kirche St. Anton.

Die Rahmenbedingungen waren also neu, aber mit unendlichem Einsatz von Klaus Ammann und seinen Helfern sowie dem grandiosen Technikteam um Manfred Heiß konnte alles hervorragend vorbereitet werden. Der Schulchor des Gymnasiums war nach monatelangen Proben bestens präpariert und so konnten alle erneut eintauchen in diese außergewöhnliche Klangwelt, die der Komponist Klaus Ammann mit Bigband-Besetzung, Streicherensemble, Solostimmen von Querflöte, Klarinette und Gesang sowie zwei Chören so wunderbar arrangiert hat.

 

Das Konzert begann in diesem Jahr mit einer besonderen Neukomposition und dem berührenden Text von Barbara Mende:

„Ringsumher Chaos und Leid, Kriege, Vertreibung weltweit.

 Macht Weihnachten da noch Sinn? Oder ist es ein Irrtum schlechthin?“

Mit sanfter Stimme, an den Gesang eines Engels erinnernd, begann Mona Meiller zur zarten instrumentalen Unterstützung zu singen:

„Zünde in dir an ein Licht, leuchte, verweigre dich nicht.

Folg dem Stern, der Hoffnung heißt, der dich leitet, den Weg dir zu Weihnachten weist.“

 

Was Weihnachten heutzutage bedeutet, das kann nur jeder für sich selbst erspüren und entscheiden. Sicherlich kann man eine große Diskrepanz spüren zwischen dem, was bei uns in der Weihnachtszeit gelebt wird, durch Traditionen wie das Christkindl-Anschießen, Rorategottesdienste mit emotionalen Volksmusikklängen, Weihnachtsmärkte mit besonderen Düften, Lichtern, Verkaufsständen, und vieles andere mehr, und dem, was in zu vielen Teilen der Welt an Ungerechtigkeit, Krieg und Dunkelheit herrscht, wo die Geburt Jesu leider nicht glitzernd gefeiert werden kann.

 

„Gib nur nicht auf, öffne dein Herz, nimm Anteil an Kummer und Schmerz.

Trag in den Schatten dein Licht! Die dort steh´n, sieht man sonst nicht.

Schenk ihnen Aufmerksamkeit. Reich die Hände, befreie sie von Dunkelheit.

 

Widersprüchliche Gefühle regen sich in mir.

Der Zweifel erfasst mich und raunt: Man kann nichts erreichen?

Die Zuversicht ermuntert: Man kann! Fang einfach an!

 

Geht es euch genauso wie mir? Dann leuchten gemeinsam jetzt wir.

Wer schenkt, wird selbst reich bedacht, weil Geben uns glücklich macht,

Freude und Hoffnung verheißt und gemeinsam den Weg uns zu Weihnachten weist.“

 

Dieses Lied ging jedem sehr zu Herzen. Im weiteren Verlauf des Konzertabends erklangen weitere Eigenkompositionen sowie bekannte Weihnachtsmelodien. Mit einem unglaublich eindrücklichen Arrangement von „Stille Nacht“, bei dem auch das Publikum mitsingen durfte, endete das Konzert. Die Sängerinnen und Sänger des Schulchors und alle Mitwirkenden durften an diesem Abend ein Hoffnungslicht für die Menschen sein.

 

Simone Resch