Die EUREGIO Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein
Die EUREGIO, auch bekannt als Europaregion, ist ein starker Zusammenschluss von Städten, Gemeinden und Landkreisen, der benachbarte Regionen über Ländergrenzen hinweg eng miteinander verbindet. Das große Ziel dieser Gemeinschaft ist es, sichtbare und unsichtbare Grenzen im Alltag der Menschen Stück für Stück zu überwinden, indem bürokratische Hürden und Verwaltungshindernisse gezielt abgebaut werden. Um das Zusammenleben in den Grenzregionen aktiv zu gestalten, fördert und organisiert die EUREGIO beispielsweise vielfältige, länderübergreifende Schulprojekte, die durch das Förderprogramm Interreg finanziert werden.
Das Projekt: Nachhaltige Entwicklung im EUREGIO Raum
Ein spannender Austausch über Landesgrenzen hinweg: Das Akademische Gymnasium Salzburg und das Gymnasium Berchtesgaden knüpfen neue Kontakte! Die zehnten Klassen beider Schulen widmen sich in einer gemeinsamen Initiative dem brennenden Zukunftsthema Nachhaltigkeit. Dass die Kernfrage „Genug für alle, für immer?“ von großer Bedeutung ist, steht für die Jugendlichen längst außer Frage. Doch wie lässt sich dieser Leitgedanke ganz praktisch und unkompliziert in den eigenen Alltag integrieren? Im Mittelpunkt der Projekttage steht hierbei der bewusste und nachhaltige Konsum – ein Schwerpunkt, der direkt an das zwölfte der insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) anknüpft.
Projekttag 1 – Akademisches Gymnasium Salzburg – 29.09.2026
Das EUREGIO-Projekt am Akademischen Gymnasium wird von der AK Salzburg unterstützt. In einem Simulationsspiel zum Thema Nachhaltigkeit werden aktuelle Debatten zur Klimakrise und Handlungsmöglichkeiten aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen arbeiten gemeinsam und erschaffen einen eigenen Ressourcenkreislauf. Sie lernen dabei nachhaltig zu wirtschaften. Gemeinsam setzen sie sich mit den Nachhaltigkeitszielen der UN (SDGs) auseinander. Sie entwickeln Ideen, wie jeder Einzelne Verantwortung übernehmen und den eigenen Alltag nachhaltiger gestalten kann.
Projekttag 2 – Gymnasium Berchtesgaden – 13.10.2026
Den Auftakt des Projekttages werden die Jugendlichen aus Berchtesgaden mit einer anschaulichen Präsentation zu aktuellen Umfrageergebnisse gestalten. Die Daten werden deutlich machen, wie verankert das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum in ihrer Heimat bereits ist. Anschließend hinterfragen die Teilnehmenden kritisch ihren eigenen ökologischen Fuß- und Handabdruck. Inspiriert von diesen Erkenntnissen entwickeln sie in verschiedenen Workshops gemeinsam mit den Gästen aus Salzburg konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Alltag.
Unterstützt werden sie dabei von Ann Kristin Gildhoff, Dr. Aarann Bartelsmeier und Magnus Meier vom Netzwerk „Bildung trifft Entwicklung“. Die drei Referierenden beleuchten über drei Stunden hinweg vertiefend unterschiedlichste Perspektiven der Nachhaltigkeit. Zudem begleiten Fachleute des Nationalparks Berchtesgaden und der Biosphärenregion den Aktionstag. Dies unterstreicht eine Besonderheit der bayerischen Schule, die als Partnerschule fest in diesem regionalen Verbund verankert ist. Eine der Arbeitsgruppen wird dabei zusammen mit Susanne Lehnart, der Verantwortlichen für nachhaltige Entwicklung in der Biosphärenregion, das Thema „Konsum und Kleidung“ genauer unter die Lupe nehmen.
Wie leicht sich nachhaltiges Handeln tatsächlich in die Praxis umsetzen lässt, zeigt sich am Nachmittag. Die Zehntklässler organisieren eine kleine Kleidertauschbörse auf dem Schulgelände. Alle Beteiligten bringen im Vorfeld ein Kleidungsstück mit, das am Projekttag eine neue Heimat sucht. So darf abschließend ausgiebig gestöbert, anprobiert und sich am Ende hoffentlich über ein „neues“, gebrauchtes Lieblingsstück im Schrank gefreut werden.
Es sind genau diese kreativen Wege, die zeigen: Vielleicht ist am Ende doch „Genug für uns alle für immer“ da.


Link: www.interreg-bayaut.net


